Produktion des iPhone 12 scheint knapp zwei Monate hinterherzuhinken
Pünktlicher Launch oder monatelange Verzögerung? Dies war bisher die Frage, die sich Apple-Analysten über das kommende iPhone 12 gestellt haben - ein neuer Bericht von Nikkei prophezeit jedoch ein Worst-Case Szenario, welches Apple nur vielleicht umgehen kann.

Dass Apple mit der Produktion der diesjährigen iPhone-Modelle in Schwierigkeiten kam, ist kein Geheimnis. Der Ausbruch der Pandemie hat über der gesamten Smartphone-Industrie (und natürlich weit darüber hinaus) Spuren hinterlassen und Kompromisse gefordert - so wurden für das erste Quartal 2020 von verschiedenen Analyse-Instituten ein Minus von zwischen 10% bis zu ganzen 17% prophezeit. Apple soll im Gegenzug nur knapp 7% an Verlusten in Verkäufen von iPhones erlitten haben. Dies ist zwar eine vergleichsweise optimale Zahl, gibt jedoch nicht an in welchen anderen Schwierigkeiten das Unternehmen bezüglich der nächsten Generation von iPhone steckt. Schon vor Monaten wurde geschätzt dass das iPhone 12, mit allen verfügbaren Modellen, erstmalig eventuell nicht im September starten könnte sondern teils auch erst im Oktober verfügbar sein könnte. Ein neuer Bericht des asiatischen Technik-Magazins Nikkei redet nun über die Befürchtungen - und redet auch von einem Worst-Case Szenario, welches noch schlimmer als von Apple befürchtet wäre.
iPhone 12 unter Umständen erst in 2021?
Das bisherige Worst-Case Szenario sah vor, dass Apple die kommenden Geräte Oktober zum Kauf bereitstellt - manche Outlets redeten sogar von einem dualen Start, bei dem die gemunkelten 5G-Modelle im September und die 4G-Modelle im Oktober verfügbar wären. Nikkei wirft eine ganz neue Prophezeiung auf und erklärt, dass die Produktionskette aufgrund des Coronavirus so weit nach hinten gefallen sein könnte, dass Apple die Modelle erst nächstes Jahr auf dem Markt bringen könnte. Zwar ist die Chance für dieses Szenario nicht mehr ganz so hoch wie sie noch vor drei Monaten war - größtenteils aufgrund Apples unermüdlichen Aufwand, die Verzögerungen auszugleichen und zu eliminieren - allerdings berichtet Nikkei davon, dass die Chance noch immer existiert. So erklärt das Outlet:
"Apple bangt um Verzögerungen zwischen vier Wochen und zwei Monaten für die Massenproduktion der vier Modelle des neuen 5G-Lineups nachdem Produktionslücken durch Schließungen von Fabriken und dem Fehlen von Arbeitskräften aufgrund der Pandemie entstanden sind, erklärten Quellen dem Nikkei Asian Review. [...] Aber die Quellen haben ebenfalls erwähnt dass Apple aggressiv versucht hat, Verzögerungen einzudämmen und nun weniger in der Gefahr schwebt den Launch auf 2021 verschieben zu müssen, als das Unternehmen noch drei Monate zuvor schwebte. [...] Der Technik-Gigant und die zugehörigen Lieferanten arbeiten so Überstunden um für die verlorene Zeit aufzukommen, betonten Personen mit Wissen über den Zustand. [...] Manche der letzten iPhone-Assemblies könnten erst im Oktober beendet werden."
Neben dem Hauptthema ist es interessant hierbei festzuhalten, dass Nikkei bewusst von vier verschiedenen 5G-Modellen spricht, was gegen viele bisherige Prognosen spricht die über ein duales Lineup spekulierten. Eine der schwammigsten Punkte des Berichts ist jedoch der letzte Satz: dies könnte bedeuten dass nur die Produktion mancher iPhone 12 Modelle bis nach Oktober verschoben werden muss, allerdings könnte dies ebenfalls bedeuten dass alle Modelle erst im Oktober fertiggestellt werden. Die Ausdrucksweise des Berichtes ist hier so offen, dass an diesem Punkt nur spekuliert werden kann - genauso wie der Zustand der Produktion selbst. Die Pläne von Apples Geräte-Launches sind stets in Bewegung und dadurch schwer zuverlässig abzusehen, insbesondere in einem turbulenten Jahr wie diesem.
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