5G war gestern - China startet mit 37 Partnern die Entwicklung von 6G
Während noch lange nicht jedes neue Smartphone über ein 5G-Modem verfügt, und von einem flächendeckenden 5G-Netz schon lange nicht zu sprechen ist, arbeitet man im Land der aufgehenden Sonne bereits am Nachfolger von 5G: In China wurde jetzt mit der Entwicklung von 6G begonnen.

China ist bekannt für seine Fünfjahrespläne, die Strebsamkeit seiner Einwohner und wurde früher oft als die Werkbank der Welt bezeichnet. Bis 2020 hatte sich das Land vorgenommen, den 5G-Funkstandard einzuführen. Diesem Plan kam man zuvor: 5G ist seit Anfang des Monats in mehr als 50 chinesischen Städten verfügbar. Für umgerechnet weniger als 18 Dollar können mehrere Millionen Chinesen auf das schnelle Netz zugreifen.
Kurz nachdem der Startschuss für 5G gefallen ist, gab die chinesische Regierung bekannt, dass man sich bereits der Entwicklung von 6G angenommen hat. Dies verkündete der Vizeminister des chinesischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie Wang Xi am Mittwoch im Rahmen einer Erklärung.
Laut Xi sind an der Entwicklung mehrere Partner und Forschungseinrichtungen beteiligt. Neben relevanten Regierungsabteilungen arbeiten aktuell 37 Institutionen, Universitäten und Unternehmen aus der Wirtschaft die Rahmenbedingungen für den neuen Standard aus. Allerdings betonte Xi, dass sich 6G noch in der Anfangsphase befindet. Die Roadmap sei noch nicht klar und die Schlüsselindikatoren und Anwendungsszenarien seien nicht standardisiert und definiert worden.
In der Entwicklung des 6G-Standards seien auch Smartphone-Hersteller wie beispielsweise Huawei involviert. Huawei-CEO Ren Zhengfei gab an, dass die ersten Schritte auf dem Weg zum 6G-Netz bereits gemacht worden sind. An eine kommerzielle Nutzung sei jedoch noch lange nicht zu denken.
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