Apple Home Hub Widgets tauchen in macOS-Code auf

In der aktuellen Beta von macOS Tahoe 26.7 hat Apple versehentlich eine lange Liste noch unveröffentlichter Produkte mitgeliefert. Besonders interessant sind die Hinweise auf den kommenden Home Hub, dessen Bedienung über eine Widget-Galerie, eine Auswahl anpassbarer Startseiten und einen Privatsphäre-Mechanismus über das iPhone gesteuert wird.
Für Apples Smart-Home-Offensive sind diese Details ein echter Baustein: Sie zeigen, wie sich der Hub im Alltag anfühlen soll, lange bevor das Gerät in Küchen, Wohnzimmern und Schlafzimmern steht.
Apple Home Hub Widgets im Code
Die relevanten Zeichenketten lagen in einer Datei namens PosterKit-J490, wobei J490 der interne Codename des Home Hubs ist. PosterKit ist Apples Framework für die Anpassung von Sperrbildschirmen, was darauf hindeutet, dass die Hub-Startseite ähnliche Optionen für Icons, Widgets und Uhrenzifferblätter bereithält.
Im Zentrum steht eine Widget-Galerie im Stil der bekannten Galerien auf iPhone, iPad und Mac, über die Nutzer wählen, welche Inhalte auf der Startseite erscheinen. Widgets, die auf dem verknüpften iPhone installiert sind, sollen auf dem Hub vorgeschlagen werden, vergleichbar damit, wie iPhone-Widgets auch ohne installierte App auf dem Mac nutzbar sind. Auch Drittanbieter-App-Widgets könnten neben Apples eigenen Apps unterstützt werden, wobei die Daten in den Hub-Widgets vom iPhone gespiegelt werden.
Eine Smart-Stack-Funktion rotiert automatisch durch Widgets und zeigt je nach Tageszeit passende Inhalte an; manuell kann der Nutzer durch die Stacks blättern, wie es auch die Apple Watch kann. Ein Tippen auf ein Widget auf der Startseite öffnet die zugehörige vollständige App mit mehr Informationen.
Uhrblatt statt Startseite
Neben der Widget-Galerie taucht im Code eine Face Gallery auf: Nutzer sollen verschiedene Uhrenblatt-artige Startseiten, sogenannte Faces, auswählen und mit Widgets sowie Smart Stacks belegen können, ähnlich vergrößerten Apple-Watch-Zifferblättern.
Laut der Analyse von Filipe Espósito bei Engadget läuft der Hub vermutlich mit einer tvOS-Variante, verhält sich in der Bedienung aber eher wie eine sehr große Apple Watch. Das passt zu den zwei geplanten Gehäusevarianten: einer Lautsprecher-Basis im HomePod-Look und einer zur Wandmontage, beide mit einem rund 7 Zoll großen quadratischen Display, wie es bereits in der Planung für den Display-Hub beschrieben war.
Privatsphäre durch iPhone-Erkennung
Interessant ist der Umgang mit persönlichen Daten: Alle Haushaltsmitglieder sehen die installierten Widgets, doch der Inhalt persönlicher Widgets ist nur sichtbar, wenn das primär verknüpfte iPhone zu Hause bzw. in der Nähe erkannt wird. So bleibt etwa ein individueller Kalender oder eine private Musikansicht für andere Bewohner ausgeblendet.
Zugleich lässt sich der Hub laut Code-Referenzen in HomeKit-Szenen und -Automatisierungen aufnehmen wie jedes andere Smart-Home-Zubehörteil. Damit wird das Display nicht nur zum Anzeigegerät, sondern zum aktiven Baustein der vernetzten Heimsteuerung.
Start ab Oktober ohne App Store
Ein eigener App Store ist für den Hub nicht vorgesehen. Stattdessen unterstützt das Gerät eine Reihe von Apple-Apps:
- Safari
- Apple News
- Apple Music
- Notizen
- Kalender
- Fotos
- Home
Als Kernfunktion soll Siri AI dienen, die den Hub zu einem zentralen Sprachsteuerungspunkt macht. Bloomberg-Korrespondent Mark Gurman datiert den Marktstart auf einen Zeitraum zwischen Oktober 2026 und Anfang des Folgejahres.
Dasselbe macOS-26.7-Beta-Leak verriet außerdem weitere Produkte: einen neuen HomePod mini, eine Überwachungskamera, eine neue Siri-Fernbedienung für ein neues Apple TV 4K sowie Hinweise auf unbekannte Geräte, möglicherweise eine smarte Türsprechanlage.
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