Apple könnte in der EU Steuerschulden in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar haben
Apple ist in der Vergangenheit schon öfters wegen seiner Steuervermeidungs-Praktiken in den USA als auch außerhalb in Kritik geraten. Gegen das Unternehmen laufen diesbezüglich auch Ermittlungen in den USA und der EU. In den vereinigten Staaten wird Apple vorgeworfen Steuern auf Auslandsgewinne nicht bezahlt zu haben, in der EU hingegen geht es um zu niedrige Steuersätze, die das Unternehmen in Irland zahlt, wo der europäische Hauptsitz von Apple liegt.
Daher weitete die EU-Kommission im Dezember die Ermittlungen diesbezüglich aus und diesen März werden sie vermutlich abgeschlossen sein. Schon im April des letzten Jahres rechnete die Financial Times mit drohenden Steuernachnachzahlungen für Apple in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar. Doch diese Summe könnte noch bei weitem zu niedrig sein, wie eine aktuelle Berechnung des Wirtschaftsmagazins Bloomberg nahelegt.
Laut dem Bloomberg-Analysten Matt Larson könnten die Ermittlungen der EU-Kommission nämlich ergeben, dass Apple in Europa Steuerschulden in Höhe von über 8 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet über 7,3 Milliarden Euro habe. Schon Anfang dieses Monats hatte sich Apple bereit erklärt in Italien Steuern in Höhe von über 300 Millionen US-Dollar nach zuzahlen, damit die seit Jahren andauernden Ermittlungen gegen das Unternehmen eingestellt werden.
In den USA geht es wie schon gesagt um die Auslandsgewinne, auf die Apple bei einer Rückführung in die vereinigten Staaten Steuern von etwa 40% zahlen müsste. Daher hält Apple bis jetzt etwa 200 Milliarden US-Dollar an Gewinnen außerhalb der USA, um die etwa 80 Milliarden US-Dollar an Steuerzahlungen zu vermeiden.
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