Technik News · Apple-Patent

Apple-Patent beschreibt Knöpfe aus Liquidmetal

Apple hat ein weiteres Patent zugesprochen bekommen, welches den Einsatz von Liquidmetal für Knöpfe in iOS-Geräten beschreibt. In der Vergangenheit wurde schon fleißig spekuliert, was Apple mit dem Werkstoff vor hat, da sich das Unternehmen die exklusiven Nutzungsrechte mehrfach verlängerte.
A
AppTickerTeam
08.03.20162 Min. Lesezeit
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Seit 2010 hatte Apple mit dem US-Metallspezialisten Liquidmetal Technologies ein exklusives Abkommen zur Nutzung der gleichnamigen Metalllegierung Liquidmetal in Konsumelektronik. Im Jahr 2012 folgte dann die erste Verlängerung des Vertrages, 2014 die zweite und letztes Jahr die dritte, die bis zum Februar dieses Jahres dauerte.

Dabei blieb es rätselhaft, was Apple mit dem besonderen Werkstoff vor hat. Bisher waren nämlich nur eine SIM-Karten-Nadel und einige kleinere Anwendungen wie Teile des Homebuttons und spezielle gegen Manipulation geschützte Schrauben bekannt geworden, die aufgrund der besonderen Materialeigenschaft möglich sind.

Nun ist ein weiteres Apple-Patent bekannt geworden, welches sich mit dem Einsatz von Liquidmetal beschäftigt und etwas Licht in die Spekulationen bringt, die sich um den möglichen Einsatzzweck dieses Werkstoffs drehen. Auch das neue Patent beschreibt wieder den Einsatz in kleinen Bauteilen, und zwar den Knöpfen von iOS-Geräten. Diese sind aus Liquidmetal haltbarer und verfügen über eine bessere Haptik, so die Beschreibung im Patent.

Weiterhin wird in dem Patent der Vorteil genannt, dass sich mit Liquidmetal komplizierte und sehr kleine Werkstücke leicht herstellen lassen. Das ist nötig für gute Knöpfe die präzise arbeiten sollen. Außerdem sind damit Knöpfe möglich, die sich nicht nur einfach senken, sondern elastisch verbiegen und dann wieder in ihre Form zurückkehren.

Liquidmetal: Ein metallisches Glas

Der Markenname Liquidmetal beschreibt sogenannte amorphe Metall-Legierungen, also Legierungen ohne geordnete Kristallstruktur. Diese aus einer Mischung verschiedener Metalle und anderer Elemente bestehenden Legierungen besitzen ganz besondere Eigenschaften und ähneln Glas, welches ebenfalls über eine amorphe Struktur verfügt. Damit sind beide Werkstoffe unterkühlte Flüssigkeiten und daher leitet sich auch der Markenname Liquidmetal ab.

Ein Vorteil von Liquidmetal oder metallischen Gläsern besteht in ihrer Härte und Elastizität. Werkstücke verbiegen sich nicht dauerhaft, sondern federn nach Ende der Belastung wieder zurück in ihre ursprüngliche Form. Ein Nachteil ist jedoch, dass diese bei zu großer mechanischer Belastung dann auch ähnlich wie Glas brechen. Weiterhin ist Liquidmetal korrosionsfester und aus Schmelzen lassen sich auch sehr feine und doch widerstandsfähige Werkstücke herstellen.

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Technik News.

Alle Technik News →
iPhone Fold und iPhone Ultra: Alle Fakten, Gerüchte und Entwicklungsstände im Überblick
Smartphone

iPhone Fold und iPhone Ultra: Alle Fakten, Gerüchte und Entwicklungsstände im Überblick

Apple bereitet mit dem iPhone Fold das erste faltbare iPhone vor. Ein neuer Prototyp, technische Hürden bei der Fertigung und Softwareanpassungen für den Klappbildschirm zeichnen das Profil des Geräts nach.

07.06.20264 Min
Apple setzt auf Liquidmetal für das iPhone Ultra-Scharnier
Apple

Apple setzt auf Liquidmetal für das iPhone Ultra-Scharnier

Apple setzt beim Scharnier seines ersten faltbaren iPhones auf eine spezielle Legierung aus amorphem Metall. Die Technologie stammt aus einer Lizenz von 2010. Testgeräte des iPhone Ultra haben bereits den Weg zu Netzwerkbetreibern auf mehreren Kontinenten gefunden.

02.06.20263 Min
Apple-Patent - kommt das neue iPhone und die Apple Watch mit einem Riechsensor?
Apple

Apple-Patent - kommt das neue iPhone und die Apple Watch mit einem Riechsensor?

Wie man einem neuen Apple-Patent entnehmen kann, beabsichtigt Apple in den zukünftigen Geräten ein Sensor zu verbauen, mit dem sich unterschiedliche Gerüche erkennen lassen.

09.04.20191 Min
Technik News

Apple patentiert sich digitale Krone für Smartphones und Tablets

Ein neues Apple-Patent zeigt, dass sich das Unternehmen auch vorstellen kann, die von der Apple Watch bekannte digitale Krone bei iOS-Geräten einzusetzen. Damit könnte man Bildschirminhalte schnell vergrößern oder die Lautstärke ändern. Auch als Taster ließe sich die digitale Krone nutzen, um beispielsweise das iOS-Gerät zu sperren.

29.07.20162 Min
Technik News

Patent beschreibt zusätzliche Funktionen für den Apple Pencil

Es werden immer mehr Patente bekannt, die sich um den Ausbau der Funktionen des Apple Pencils drehen. Nun ist ein weiteres derartiges Patent dazugekommen, dass sich mit zusätzlichen Eingabefunktionen beschäftigt. Damit könnte beispielsweise das Drehen des Stiftes um die eigene Achse erkannt werden, oder das Entlangfahren mit den Finger, was für das Scrollen oder Zoomen genutzt werden könnte.

26.06.20163 Min
Smartphone

Apple bekommt Patent für ein iPhone mit Rundum-Display

Apple hat ein Patent bewilligt bekommen, welches ein ungewöhnliches iPhone-Design vorschlägt. Und zwar geht es um ein gebogenes Rumdherum-Display, dass zusätzliche Bedienoberflächen bieten soll. Interessanterweise ist das Patent dabei eigentlich schon 5 Jahre alt, da die erste Version davon schon 2011 eingereicht wurde.

19.06.20162 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.