„Apple Silicon“ Mac Pro: Fliegt der Desktop-Rechner aus dem Sortiment?
Wie es mit dem Mac Pro weitergeht, ist ungewiss. Nachdem Apple im Juni seinen ersten Pro-Desktop mit einem M-Prozessor vorgestellt hat, kommen erste Zweifel auf, ob die Baureihe fortgesetzt wird.

Der Mac Pro war der letzte Apple-Computer, der von einem Intel-Chip auf „Apple Silicon“ umgestellt wurde. Lange Zeit war unklar, ob es überhaupt einen neuen Mac Pro geben wird. Schließlich kam im März letzten Jahres der Mac Studio auf den Markt, den man mit dem M1 Ultra bestücken kann.
Angesichts der Leistung und des viel günstigeren Preises des Studio-Macs ist der Mac Pro eigentlich obsolet. Im Vergleich zum Mac Studio besitzt der Mac Pro zwar PCIe-Steckplätze, die Kompatibilität mit entsprechenden Karten ist jedoch beschränkt. Das Aufrüsten von Arbeitsspeicher oder der Grafikkarte, was dem Mac Pro stets ein Alleinstellungsmerkmal bescherte, gehört mit dem Wechsel auf die hauseigenen M-Chips der Vergangenheit an, da alle Komponenten mit dem Mainboard verlötet sind.
Weiterentwicklung unsicher
Wie es mit dem Mac Pro weitergeht, ist unklar. Das schreibt zumindest der Bloomberg-Redakteur Mark Gurman in seinem „Power On“-Newsletter vom Wochenende. Primär ging es im zweiten Abschnitt seines Artikels um die nächste Generation des M-Prozessors. Er veröffentlichte Apples Roadmap und nannte konkrete Spezifikationen zum M3, M3 Pro, M3 Max und M3 Ultra.
In einem Nebensatz machte er seine Bedenken bezüglich des Mac Pro deutlich. Zu den Macs, die aller Voraussicht nach das Upgrade auf den M3 Ultra erhalten, zählte Gurman den Mac Studio und den Mac Pro, letzterer allerdings mit dem Hinweis „sofern Apple diesen weiterhin herstellt“.
Der Apple-Experte verfügt über zuverlässige Quellen, die im Apple-Hauptquartier und bei Zulieferern sitzen. Seine Aussage hat demnach Gewicht und es kann sein, dass Apple den Mac Pro als Desktop-Computer nicht mehr weiter produziert. Wie es mit der Rack-Variante für Server aussieht, steht auf einem anderen Blatt.




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