Apple stellt Arbeiten an eigenem Wi-Fi-Chip vorübergehend ein
Einen von Apple entwickelten Wi-Fi-Chip wird es in den nächsten Jahren nicht geben. Der Konzern hat die Entwicklungsressourcen umgelenkt und konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf die eigenen M-Prozessoren wie den M3.

Seit Apple vor ein paar Jahren die Modemsparte von Intel aufgekauft hat, feilt man im Apple Park an einem eigenen 5G-Modem. Bisher trug die Entwicklung jedoch keine massenmarkttaugliche Früchte, sodass Cupertino die Chips weiter bei Qualcomm einkauft. Gleiches gilt für die drahtlose Kommunikation via Wi-Fi: Auch hier möchte sich der iPhone-Hersteller unabhängig machen und in kommenden Smartphones und Tablets selber entwickelte Hardware verbauen.
Wie beim 5G-Modem wird sich dieser Schritt jedoch mindestens um ein paar Jahre verzögern. Das berichtet der Analyst Ming-Chi Kuo in einer Notiz an seine Investoren, wo es darum ging, ob die Aktien von Broadcom, Apples momentaner Lieferant von Wi-Fi-Chips, durch die eigene Hardware von Apple künftig an Wert verlieren.
Broadcom bleibt vorerst weiter im Boot
Auf dem Nachrichtenportal Medium hat sich Kuo nun ausführlich zum Thema geäußert. Seinen Recherchen zufolge müssen sich die Anleger von Broadcom in den nächsten Jahren keine Sorgen machen. Apple habe die Arbeiten am eigenen Wi-Fi-Chip bis mindestens 2025 auf Eis gelegt. Der Grund liegt an der Entwicklung der A- und M-Prozessoren.
Um seinen Kunden auch in den nächsten Jahren die fortschrittlichsten mobilen Prozessoren anbieten zu können, konzentriert Apple seine Ressourcen in Form von Entwicklerteams auf "Apple Silicon". Ursprünglich war eine Kombo-Chip aus Wi-Fi und Bluetooth geplant, was eine größere Herausforderung ist als Wi-Fi-only.
Da in den nächsten Jahren mit Wi-Fi 6E und 7 wichtige Upgrades anstehen, möchte man das iPhone mindestens die nächsten zwei Jahre weiterhin mit Chips von Broadcom ausstatten. Das iPhone 15 soll laut einem aktuellen Bericht bereits auf Wi-Fi 6E setzen.
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