Apple · Ming-Chi Kuo

Apple konzentriert sich auf Smart Glasses statt Vision Pro

Apple hat die Entwicklung direkter Nachfolgemodelle der Vision Pro vorerst ausgesetzt. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf leichtere smart glasses mit größerem Massenmarkt-Potenzial.

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AppTickerTeam
Gestern3 Min. Lesezeit
Apple konzentriert sich auf Smart Glasses statt Vision Pro
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Apple hat seine Strategie für räumliche Computertechnik grundlegend geändert. Das Vision-Pro-Headset bleibt vorerst allein, direkte Nachfolger sind nicht geplant. Stattdessen rückt eine neue Produktfamilie in den Mittelpunkt: leichtere smart glasses, die sich besser in den Alltag integrieren sollen. Analyst Ming-Chi Kuo hat diese Wende in seiner aktuellen Roadmap verankert und damit einen zentralen Hinweis zur künftigen Apple-Hardware-Strategie aktualisiert.

Vision Pro auf Eis

Die Vision Pro war Apples ambitioniertes Headset für räumliche Computertechnik, das mit einem Preis von knapp 3.500 US-Dollar ein Statement setzen sollte. Technisch beeindruckte das Gerät mit hochauflösenden Displays und präziser Eye-Tracking-Steuerung, doch der Markt blieb skeptisch. Das Headset entwickelte sich nie zum Massenprodukt – zu klobig, zu teuer, zu wenig alltagstauglich. Kuo hat die Vision Pro-Linie daher vollständig aus seiner Roadmap gestrichen. Er betrachtet diese Entscheidung als den richtigen Schritt, da Apple seine Ressourcen nun auf Produkte mit deutlich größerem Massenmarkt-Potenzial umlenkt. Eine Brille, die man tragen will, wirkt plausibler als ein Gerät für kurze Filmvorführungen.

Ternus signiert Neuausrichtung

Die strategische Neuausrichtung wurde von John Ternus freigegeben, Apples Hardware-Chef und potenzieller Nachfolger als CEO. Die Richtungsänderung fand bereits vor einiger Zeit statt, Kuo aktualisiert seine Roadmap erst jetzt. Ternus hat klar signalisiert, dass Apple nicht länger an einem klobigen Headset festhalten will, das sich nur für kurze Filmvorführungen oder Nischenanwendungen eignet. Stattdessen setzt das Unternehmen auf eine Brille, die man tatsächlich tragen möchte – ein Gerät, das sich unauffällig in den Alltag integrieren kann. Diese Prioritätenverschiebung hat Apple bereits in die Praxis umgesetzt und die Ressourcen neu verteilt.

Roadmap 2027 und 2029

Supply-Chain-Checks zeigen, dass Apples künftige smart glasses in zwei Varianten auf den Markt kommen sollen. Die display-freie KI-Brille, ähnlich der Ray-Ban Meta, soll weiterhin 2027 ausgeliefert werden. Sie verzichtet auf ein Display und setzt stattdessen auf KI-gestützte Funktionen wie Sprachassistent, Kamera und Echtzeit-Übersetzung. Die AR/XR-Brille mit transparentem Display, powered by optischen Waveguides, verzögert sich hingegen auf 2029. Diese Brille soll räumliche Überlagerungen in die reale Welt projizieren und damit eine echte Augmented-Reality-Erfahrung bieten. Die Verzögerung bei der Display-Brille deutet auf technische Hürden bei den Waveguide-Komponenten hin.

Zusammenfassung

Apple hat die Entwicklung direkter Vision Pro-Nachfolger vorerst ausgesetzt und setzt stattdessen auf leichtere smart glasses. Die display-freie KI-Brille soll 2027 erscheinen, die AR-Brille mit transparentem Display verzögert sich auf 2029. John Ternus hat die strategische Neuausrichtung freigegeben, die Apple-Ressourcen nun auf Produkte mit größerem Massenmarkt-Potenzial konzentriert.

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