Apple veröffentlicht jährlichen Zuliefererbericht

Im Annual Progress Report geht es Apple ausnahmsweise nicht um veränderte Absatzzahlen oder den gewachsenen Marktanteil, sondern um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den Firmen der Zulieferer. Dabei spielen Aspekte wie Gesundheitsvorsorge und Unfallverhütung am Arbeitsplatz, Klimaschutz und die Wahrung von Arbeitnehmerrechten eine Rolle. Im diesjährigen Bericht bildet die Arbeitssituation unter Pandemiebedingungen einen weiteren wichtigen Gesichtspunkt, der im Bericht Beachtung findet.
Aufgrund von Corona angepasste Produktionsprozesse
Der für die Lieferketten verantwortliche Senior Vice President, Sabih Khan, erklärt in seinem Vorwort zum Bericht, dass Apple in Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um eine Produktion unter Pandemiebedingungen aufrecht zu erhalten. So stehe bei allen Überlegungen der Schutz der Mitarbeiter an erster Stelle.
Um den Produktionsprozess auch in Zeiten von Corona reibungslos ablaufen zu lassen, wurden zum Zwecke der Abstandseinhaltung zwischen Mitarbeitern unter anderem die Arbeitszeiten entzerrt und Arbeitsplätze umgebaut. Außerdem wurden strenge Hygieneregeln eingeführt, die vor allem in großen Fabriken in Entwicklungsländern oftmals nur schwierig umzusetzen sind. Es lässt sich jedoch auch nicht leugnen, dass jeder Ausfall in der Lieferkette bares Geld bedeutet. Daher wurde nicht nur aufgrund des Gesundheitsschutzes der Beachtung von Hygieneregeln eine besondere Bedeutung beigemessen.
Apple und seine Partner fühlen sich durch die Maßnahmen für die Zukunft Pandemien gegenüber gewappnet.
Keine Kinder- und Zwangsarbeit
Kinder- und Zwangsarbeit ist global ein sensibles Thema. Daher liegt Apple viel daran seine Kunden diesbezüglich zu beruhigen und mit entsprechenden Schlagzeilen aufzuräumen. Der Konzern führte im Jahr 2020 über 1100 Überprüfungen in 53 Ländern durch. In den Kontrollen wurde keine Verstöße gegen Arbeitnehmer- oder Menschenrechtsgesetze festgestellt. Darüber hinaus wurden Gespräche mit über 55 000 Mitarbeitern geführt, aus denen sich keine Anhaltspunkte für Zwangs- oder Kinderarbeit ergaben.
Apple wird nicht müde zu betonen, dass es gegen solche Praktiken eine absolute Null-Toleranz-Politik verfolgt. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass es für den Leser nicht eindeutig nachvollziehbar ist, nach welchem Verfahren derartige Kontrollen erfolgen und inwiefern ausländische Firmenleitungen in diesen Prozess involviert sind und dadurch eventuell Raum für Vertuschung entsteht.
Dennoch nimmt Apple mit seinem Überprüfungsprozess eine Vorbildfunktion für andere Auftraggeber ein.
Klimaneutrale Produktion bis 2030
Apple hat sich als ambitioniertes Ziel die klimaneutrale Produktion bis zum Jahr 2030 gesetzt. Das bedeutet, dass auch alle Zulieferer klimaneutral arbeiten müssen. Aus diesem Grund geht Apple im Annual Progress Report auf die bereits erfolgten Fortschritte in Hinsicht auf einen verbesserten Umwelt- und Klimaschutz ein. Apple liege viel daran, die Produktionsprozesse nachhaltiger zu betreiben.
Dem Report zu Folge haben bereits sechs Zulieferer den für die iPhone-Produktion notwendigen Stromverbrauch innerhalb der letzten drei Jahre um 20 Prozent senken können.
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