Apple · Tim Cook

US-Regierung lehnt Apple Speicherchips aus China ab

US-Handelsminister Lutnick lehnt Apple Speicherchips aus China ab. Trotz Apples Milliardeninvestitionen in die US-Fertigung bleibt der Widerstand.
A
AppTickerTeam
Vor 58 Min3 Min. Lesezeit
Howard Lutnick und Tim Cook im Apple Advanced Manufacturing Center in Houston, Texas.
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Die US-Regierung hat ihre Bedenken gegenüber Apples Beschaffungsstrategie für Speicherchips öffentlich gemacht. Handelsminister Howard Lutnick spricht sich klar gegen Lieferungen aus China aus. Der Widerstand kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen milliardenschwere Investitionen in die US-Produktion kündigt. Ob der politische Druck die Pläne verändert, bleibt abzuwarten.

Lutnick lehnt Apple Speicherchips aus China ab

Lutnick erklärte in einem Interview, die Trump-Regierung stehe einem Einkauf von Speicherchips durch Apple aus China ablehnend gegenüber. Zugleich räumte er ein, dass das Unternehmen den Schritt trotz der offiziellen Position durchführen könnte. Seine Forderung lautete, dass nach alternativen Lösungen für das Speicherproblem gesucht werden müsse. Nach Angaben des Wall Street Journal kommunizierte der Handelsminister seine Ablehnung gegenüber Apple eindeutig.

Besuch im Fertigungszentrum in Houston

Die Äußerung fiel einen Tag nach Lutnicks Besuch bei Apples Advanced Manufacturing Center in Houston, Texas. Begleitet wurde er dort von Tim Cook, Senator Ted Cruz sowie weiteren Bundes- und Lokalpolitikern. Das Fertigungszentrum ist Teil von Apples 600-Milliarden-Dollar-Investition in die US-Produktion. Viele Beobachter werten die Investition als Versuch, sich in Washington gut zu stellen und günstige Deals zu sichern.

Sicherheitsbedenken bei chinesischen Anbietern

Die chinesischen Anbieter CXMT und YMTC stoßen aus Washingtoner Sicht auf mehrfache Probleme. Das Pentagon stuft beide Firmen wegen mutmaßlicher Verbindungen zum chinesischen Militär als chinesische Militärunternehmen ein. Zudem steht YMTC bereits auf der Entity List des US-Handelsministeriums. Ein praktisches Hindernis ergibt sich aus den Exportkontrollregeln: Apple verwendet meist maßgeschneiderte Bauteile, und eine Anpassung für chinesischen Speicher würde die Weitergabe von Produktinformationen erfordern. Eine solche Datenweitergabe ist nur mit einer Lizenz des Handelsministeriums erlaubt. Kritiker bemängeln zusätzlich staatliche Subventionen für die chinesischen Hersteller, die US-Konkurrenten benachteiligen.

Apple prüft Alternativen trotz Widerstand

Apple machte seinen Wunsch nach zusätzlichen Speicherlieferanten mehrfach deutlich. Tim Cook forderte, die USA sollten alle Lieferquellen prüfen, und erklärte im Quartalsgespräch, das Unternehmen bewerte alle Optionen. Laut Berichten gab es dazu bereits direkte Gespräche mit der Regierung. Der Konzern testete nach WSJ-Angaben bereits Speicherchips von CXMT und erkundigte sich nach einem möglichen Deal mit YMTC. Daraufhin drängte eine parteiübergreifende Gruppe von US-Senatoren Apple, die Beschaffungspläne zu verwerfen. Apples COO Sabih Khan verwies dem Blatt gegenüber darauf, dass Speicherchips im Vergleich zu anderen Komponenten kaum Anpassung benötigen. Damit kämen theoretisch fertige Standard-Chips aus China infrage. Angesichts der klaren Ablehnung aus Washington gilt ein solcher Deal jedoch als unwahrscheinlich.

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Apple.

Alle Apple →

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.