Apple Vision Pro: Optische Einsätze von ZEISS für Brillenträger kosten Aufpreis

Selten gab es im Vorfeld einer WWDC-Bühnenshow so viel Berichterstattung über ein dort gezeigtes Produkt wie im Fall des Apple Vision Pro. Tim Cook präsentierte während der Veranstaltung das Mixed-Reality-Headset als "One more Thing" zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Schon während der Keynote war klar: Die Apple Vision Pro dürfte wohl die kompakteste AR-/VR-Brille ihrer Leistungsklasse auf dem Markt sein.
Aufgrund der Bauweise ist zum Beispiel ein externes Akkupack vorgesehen, das mit einem Kabel an das Headset angeschlossen wird. Die Vision Pro ist sogar zu klein, dass man sie mit einer Brille nutzen kann. Müssen Brillenträger also auf das Apple-Headset verzichten?
Zusammenarbeit mit ZEISS
Die Antwort ist ein eindeutiges „Nein“. Apple hat eine Kooperation mit ZEISS angekündigt, die der führende Anbieter für Ophthalmologie und Augenoptik mittlerweile in seinem Presseportal bestätigte.
Dort schreibt der Hersteller über seine Zusammenarbeit mit dem iPhone-Hersteller Folgendes:
- „ZEISS freut sich sehr, mit Apple zusammenzuarbeiten und durch Präzisionsoptik das einzigartige visuelle Erlebnis der Apple Vision Pro auch für Menschen erlebbar zu machen, die eine Sehkorrektur benötigen.“
Auf der für die Apple Vision Pro eingerichteten Webseite heißt es zudem:
- „ZEISS Optical Inserts für Apple Vision Pro wird Anfang nächsten Jahres in den USA erhältlich sein.“
Magnethalterung für optische Einsätze
Die Apple Vision Pro verfügt wie Headsets anderer Hersteller über eine magnetische Halterung für Linsen. Diese können beim Kauf der Vision Pro im Online Store von Apple gleich mit gekauft werden. Dafür ist natürlich die Angabe der korrekten Dioptrienzahl unbedingt notwendig. Da ZEISS als Hersteller auftritt, sollte es an der Qualität der Sehstärkelinsen nichts zu meckern geben.
Und zu welchem Preis?
Das könnte beim Preis allerdings anders aussehen. Was die optischen Einsätze für die Apple Vision Pro kosten, ist nämlich noch nicht bekannt. Doch die Apple Gerüchteküche liefert auch hier schon erste Ansätze. Der Bloomberg-Redakteur Mark Gurman wirft einen relativ hohen Betrag in die Runde (via Twitter):
- „Ich schätze, dass die Brillengläser von Zeiss für das Vision Pro mindestens 300 bis 600 US-Dollar pro Paar kosten werden, es sei denn, Apple übernimmt einen Teil der Kosten angesichts des bereits hohen Preises des Headsets selbst.“
Zum Vergleich: Für das All-in-one-Headset Quest 2 vom Facebook-Mutterkonzern Meta gibt es Korrekturgläser zum Beispiel von VR Optican schon ab 65 Euro. Wie hoch der Preis für die optischen Einsätze der Apple Vision Pro letztendlich ausfällt, erfahren wir wohl erst Anfang nächsten Jahres.






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