Apples Hardware-Chef: iPad Pro fiel am Anfang schwächer aus als das iPhone 6s
Lange Zeit war das iPad Pro nur ein weiteres Gerücht, doch seit dem 11. November letzten Jahres ist das große Tablet erhältlich. Natürlich war dabei die verbaute Hardware ein zentraler Teil der Gerüchte um das iPad Pro und es wurde spekuliert, welchen Prozessor Apple einbauen wird.
Mittlerweile wissen wir, dass Apple den A9X in das iPad Pro eingebaut hat. Doch das war nicht von Anfang an so geplant, wie Apples Chef der Chipentwicklung, Johny Srouji, in einem Gespräch mit Bloomberg verrät. So gibt Srouji an, dass der Marktstart des iPad Pro eigentlich früher geplant war, vor dem Herbst 2015 und dem Marktstart des iPhone 6s. Als Prozessor war dabei der A8X gedacht, der auch schon iPad Air 2 verbaut ist.
Aufgrund von Verzögerungen wurde jedoch klar, dass das große Tablet erst mit dem iPhone 6s oder danach auf den Markt kommen kann. Dann wäre das große Tablet aber schwächer als das iPhone 6s, obwohl das iPad Pro über ein deutlich größeres Display verfügt, welches an sich mehr Rechenleistung benötigt.
Daher musste Apples Chip-Abteilung in nur sechs Monaten den A9X-Prozessor entwickeln und zur Massenproduktion bringen, was das Team auch geschafft hat. Das Ergebnis kann sich bekanntlich sehen lassen, da das iPad Pro mit dem A9X über ordentlich Rechenleistung verfügt und teilweise sogar MacBooks und andere Notebooks in den Schatten stellt.
Erstes iPhone mit Samsung-Chips für DVD-Player
In dem Zusammenhang hat Srouji auch eine interessante Geschichte aus der Anfangszeit des iPhones erzählt. Und zwar musste die Hardware dafür aus einer bunten Mischung von verschiedenen Zulieferern zusammengestellt werden. Darunter waren auch integrierte Schaltkreise von Samsung, die eigentlich für DVD-Player gedacht waren.
Steve Jobs waren die Hardware-Schwächen des ersten iPhones vollkommen klar, ebenso, dass Apple anfangen musste hauseigene Prozessoren zu entwickeln, um wirklich innovative und gute Smartphones zu bauen. Daher wurde wurde damals Johny Srouji von Apple angeworben und mit der Aufgabe betraut.
Apples Team für das Integrieren der Chips verschiedener Hersteller zum Mainboard des iPhones bestand damals aus 40 Mitarbeitern und wuchs im April 2008 auf 150, nachdem der Halbleiterhersteller P.A. Semi von Apple aufgekauft worden ist. Damit hatte Apple alles Nötige für die Entwicklung eigener Prozessoren und der erste war der A4, der im iPhone 4 verbaut ist und eine Abwandlung eines ARM-Designs darstellt.
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