Bericht: Apple entwickelt "Mac Studio" und verbessertes Pro XDR Display

Seit fast zwei Jahren können sich Mac-Nutzer über fehlende Neuheiten in der Notebook- und Desktop-Sparte nicht beklagen. Wie es aussieht, dürfen sich Anwender auch in diesem Jahr auf interessante Ankündigen freuen - schließlich befindet sich Apple bei der Umstellung von Intel auf Apple Silicon mittlerweile auf der Zielgeraden.
Nachdem der Umstieg Mitte 2020 kommuniziert wurde, erschienen bereits im November 2020 die ersten Geräte mit M-Chips. Ende 2021 folgten dann neue MacBook-Pro-Modelle mit M1 Pro und M1 Max. Vor allem Letztgenannte lassen die Lieferzeit nach wie vor in die Höhe schießen. Inzwischen warten nur noch ein Nachfolgemodell des iMac 27", vermutlich die Wiedergeburt des iMac Pro, sowie der Mac Pro auf appleeigene Prozessoren.
Die Vorstellung beider Geräte wurde bereits häufig diskutiert. Zuletzt ging Analyst Ming-Chi Kuo jedoch davon aus, dass beide Modelle frühestens 2023 erscheinen werden, was gleichbedeutend mit einer Verfehlung der eigenen zeitlichen Vorgaben wäre. Apple-CEO Tim Cook sprach damals von einer zweijährigen Umstellungsphase: Je nachdem, ob die zwei Jahre ab dem Zeitpunkt der Umstellungsankündigung oder ab dem Zeitpunkt der Vorstellung erster Geräte mit M-Chips gerechnet wird, sollte die Umstellung im Sommer 2022 bzw. Winter 2022 abgeschlossen sein.
Inzwischen verdichten sich jedoch die Hinweise, dass Apple noch ein gänzliches neues Produkt auf den Markt bringen könnte. Dabei soll es sich dem Portal 9to5Mac nach um einen Desktop zwischen dem Mac mini und dem Mac Pro handeln. Eine zeitnahe Vorstellung könnte zudem schon bald bevorstehen.
Mac Studio
Unter dem Codenamen "J375" arbeitet Apple angeblich an einem auf dem Mac mini basierenden Rechner, der jedoch über deutlich stärkere Prozessoren verfügen soll. Ob der Computer tatsächlich den Namen "Mac Studio" trägt, ist dagegen noch offen. Denkbar wäre auch eine andere Bezeichnung.
Das Basismodell soll dem Bericht zufolge mit dem M1 Max ausgestattet werden, den wir bereits vom MacBook Pro 2021 kennen. Darüber hinaus wird es eine weitere Ausbaustufe mit einem noch stärkeren M1-Chip geben. Die jüngsten Berichte decken sich somit mit einer Einschätzung von Mark Gurman aus dem vergangenen Jahr, als dieser die Entwicklung eines kleineren Mac Pro mit bis zu 40 CPU- und 128 GPU-Kernen vorhersagte. Um eben jenes Modell soll es sich dem Bericht nach zu urteilen nun handeln.
Der mögliche Release-Termin ist noch offen. Dass der "Mac Studio" auf dem morgigen Apple-Event vorgestellt wird, gilt dagegen als äußerst unwahrscheinlich. Die im Sommer stattfindende World Wide Developers Conference gilt dagegen als wesentlich wahrscheinlicher. Die Preisgestaltung für den neuen Mac ist ebenso noch nicht bekannt.
Überarbeitetes Pro XDR Display
Als Apple den Mac Pro im Jahr 2019 vorgestellt hat, brachte der Konzern passenderweise gleichzeitig das aktuelle Pro XDR Display auf den Markt. Hier will 9to5mac ebenfalls erfahren haben, dass Apple an einem neuen High-End-Display mit 7K-Auflösung mit einer Diagonale zwischen 32" und 36" arbeitet. Das aktuelle Modell kommt auf 6K-Auflösung und 32".
Auch hier decken sich die aktuellen Meldungen mit Gerüchten aus dem vergangenen Jahr, nach denen Apple an einem neuen High-End-Display mit A13-Prozessor zur Steuerung der Hintergrundbeleuchtung und anderen Funktionen arbeitet. Bei Cupertino soll das Projekt unter dem Kürzel "J327" laufen. Gut möglich, dass Apple den Bildschirm erneut im gleichen Atemzug mit dem neuen Mac Pro vorstellt. Wann das sein wird, ist jedoch wie erwähnt aktuell eines der umstrittensten Themen in der Mac-Welt.
Unabhängig davon überschlugen sich zum Ende des letzten Jahres bereits die Gerüchte, dass Apple an insgesamt bis zu drei neuen Bildschirmen arbeitet, von denen zumindest zwei Modelle in niedrigeren Preissegmenten zu finden sein sollen. Sollte der Mac mini tatsächlich morgen vorgestellt werden, so erscheint es nur logisch, dass gleichzeitig auch mindestens ein erschwinglicherer Bildschirm dazu präsentiert wird. Auf den Nachfolger des Pro XDR Display müssen wir allerdings noch weiter warten.
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