Bericht: Mac Pro bereits lange fertig, Vorstellung auf Ende 2022 verschoben
Mark Gurman verrät in einem aktuellen Interview, dass der Mac Pro von Apple bereits seit Monaten fertig sei und Apple sich bisher nur aus taktischen Gründen gegen eine Veröffentlichung entschieden habe.

Seit einigen Jahren vollzieht Apple erfolgreich den Wechsel von Intel-Prozessoren hin zu hauseigenen SoCs. Inzwischen gibt es den M1-Chip in verschiedenen Leistungsstufen in den Modellen MacBook Air, MacBook Pro, iMac, Mac mini und dem Mac Studio. Der kostenintensivste Mac, der Mac Pro, fehlt in dieser Auflistung jedoch bislang. Wer sich heute einen Mac Pro konfiguriert, erhält den extrem kostspieligen Rechner noch mit einem Intel-Chip.
Im Vorfeld der WWDC und der Frühjahrs-Keynote wurde kurzzeitig immer wieder über eine mögliche Vorstellung eines Nachfolgers spekuliert, am Ende konzentrierte sich Cupertino jedoch auf den Mac Studio sowie auf Neuauflagen des MacBook Air und des MacBook Pro. Einem aktuellen Bericht zufolge war der Mac Pro jedoch bereits fertig entwickelt und hätte direkt in den Verkauf gehen können. Aus taktischen Gründen habe man sich bei Apple allerdings gegen eine Produkteinführung zum damaligen Zeitpunkt entschieden.
WWDC: Vorstellung aus taktischen Gründen gestrichen
Der bekannte Leaker Mark Gurman stand dem YouTube-Kanal Max Tech für ein umfangreiches Interview zur Verfügung, indem der Insider über das Mac-Dilemma berichtet. Gurman zufolge ist der Mac Pro technisch bereits dermaßen ausgereift, dass eine Vorstellung zur WWDC durchaus möglich gewesen wäre.
Allerdings hätten bei den Entscheidern von Apple eher strategische Gründe eine Rolle gespielt, die am Ende in einer Verschiebung der Vorstellung endeten. Demnach sei man in Cupertino zu dem Entschluss gekommen, dass es sinnvoller wäre, mit der Vorstellung des neuen Mac Pro bis zur Marktreife des schnellsten M2-Chips zu warten. Gerüchten zufolge soll dieser auf den Namen "M2 Extreme" hören.
Aus diesem Grund wurde auf der diesjährigen WWDC entgegen dem ursprünglichen Plan kein Mac Pro vorgestellt. Offensichtlich hatte man zu viel Angst, dass sich der Mac Pro M2 nicht ausreichend genug vom Mac Studio M1 Ultra unterscheiden würde. Der Mac Studio wäre angesichts seiner Performance die eindeutig kostengünstigere Alternative gewesen.
Vorstellung des Mac Pro Ende 2022
Gurman will bereits erfahren haben, dass der "M2 Extreme" noch in diesem Jahr Premiere feiern wird. Und welcher Mac würde sich dafür besser eignen als der Mac Pro? Ein neuer Mac Pro mit Apple Silicon würde gleichbedeutend das Ende des Umstellungsprozesses von Intel hin zu hauseigenen Prozessoren bedeuten. Gurmans aktueller Kenntnisstand geht von einer ersten Vorstellung noch in diesem Jahr aus, die Auslieferung der Geräte erfolge allerdings erst Anfang 2023.
Der M2 Extreme dürfte aus einer Kombination zweier M2 Ultra bestehen, womit der Mac Pro dann wieder mit Abstand der schnellste Mac im Portfolio von Cupertino sein wird. Ob Apple auch das Design des jetzigen Hochleistungsrechners anpasst, weiß Gurman leider nicht zu berichten. In der Vergangenheit kursierten bereits häufiger Gerüchte, nach denen der neue Mac Pro im Würfeldesign des damaligen PowerMac G4 "Cube" erscheinen könnte.
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