CHIP wird zu Matter: Apple, Amazon und Google präsentieren 2021 erstes Produkt
Nachdem die Unternehmen Apple, Amazon und Google im Jahr 2019 eine Zusammenarbeit mit der Zigbee-Allianz zur Entwicklung eines neuen Smart-Home-Verbindungsstandard ankündigten, sollen in diesem Jahr unter dem Markennamen Matter die ersten Geräte mit eben diesem Standard auf den Markt kommen.

Eigentlich sind die drei auf verschiedenen Gebieten Konkurrenten. Um einen einheitlichen Verbindungsstandard zwischen verschiedenen Smart-Home-Geräte zu schaffen, arbeiten die Großkonzerne unter dem Dach der Zigbee-Allianz Hand in Hand. Das gemeinsame Vorhaben, einen lizenzfreien Verbindungsstandard zu entwickeln, wird von allen Partnern seit Dezember 2019 durchgeführt. Das Projekt lief bislang unter dem Namen CHIP (Connected Home over IP).
Bisher müssen sich Hersteller von Smart-Home-Produkten für ein bestimmtes Protokoll entscheiden. Mit dem neuen Standard sollen alle Hersteller ein einheitliches Protokoll nutzen können, mit denen sich sämtliche Geräte von unterschiedlichen Herstellern miteinander verbinden lassen. Es sollen alle derzeit verfügbaren Smart-Home-Gebiete mit dem neuen Standard abgedeckt werden. Dazu zählen unter anderem intelligente Glühbirnen, Türklingeln mit Videoübertragung, elektronische Türschlösser und Lautsprecher.
Der neue Standard soll auf Grundlage bereits vorhandener Smart-Home-Technologien von Amazon, Apple und Google entstehen, sodass das Rad in der Hinsicht nicht neu erfunden werden muss.
CHIP wird zu Matter
Heute gaben die mittlerweile 170 zur Arbeitsgruppe gehörenden Unternehmen bekannt, dass das Projekt mit dem Namen CHIP zukünftig unter der Marke Matter fungieren soll. Das dazugehörige Markenlogo zeigt drei in die Mitte gerichtete Pfeile (zu sehen auf dem Artikelfoto). Hinter den Pfeilen stehen die drei "Großen" Apple, Amazon und Google. Künftig soll dieses Logo alle Geräte, die den neuen Standard unterstützen, zieren.
Das Logo gilt gleichzeitig als Gütesiegel und gibt Hinweise darüber, dass die entsprechenden Geräte mit den Sprachassistenten Siri, Alexa und Google Assistant kompatibel sind. "Da diese verschiedenen Geräte zu immer komplexeren Netzwerken werden, ist es umso wichtiger, dass sie alle die gleiche Sprache sprechen", sagt Tobin Richardson, Geschäftsführer von Matter.
"Diese Markierung wird eine helfende Hand sein, um sicherzustellen, dass man jede Glühbirne, jedes Türschloss, was auch immer man hinzufügen möchte, hinzufügen kann."
Bereits in diesem Jahr sollen die ersten Geräte mit dem neuen Verbindungsstandard erscheinen und das Smart-Home-Geschäft damit maßgeblich vorantreiben.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Custom-EQ für AirPods: Neue Beta-Firmware bringt das lang erwartete Feature
Apple liefert mit der AirPods-Beta-Firmware 9.0.314 den lang erwarteten benutzerdefinierten Equalizer nach. Der Drei-Band-Regler steht allen H2-Modellen zur Verfügung und lässt sich direkt am iPhone konfigurieren.

Apple Maps: So streng sind die neuen Werbe-Richtlinien für lokale Händler
Apple Maps führt im Juli 2026 Werbung ein, stellt dabei aber harte Anforderungen an die Werbetreibenden. Während Handwerker und Krypto-Börsen ausgeschlossen bleiben, sollen vor allem lokale Läden profitieren.

Apple Intelligence offiziell in China registriert: Qwen-Modelle treiben KI-Features an
Chinas Cyberspace Administration hat Apples KI-System für den lokalen Markt freigegeben. Die Funktionen basieren auf der Partnerschaft mit Alibaba und werden voraussichtlich im Herbst auf iPhones und iPads aktiviert.

Apple übernimmt SigScalr für bessere App-Fehlersuche
Mit dem Kauf von SigScalr gewinnt Apple ein Open-Source-Monitoring-Tool, das die Fehlersuche in komplexen Anwendungen beschleunigen soll. Branchensprecher erwarten eine langfristige Eingliederung in die Entwicklungsumgebung Xcode.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

Apple umgeht EU-Akkupflicht mit Premium-Ausnahme
Trotz der neuen EU-Verordnung zum Akku-Tausch ab 2027 müssen iPhones nicht umgebaut werden. Apple nutzt eine Ausnahmeregelung für langlebige und wassergeschützte Geräte.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.