DJI Osmo 360 II: Mehr Akkuleistung und Wechselobjektive bestätigt
Neue Leaks und regulatorische Zulassungen enthüllen Details zur DJI Osmo 360 II: Die Kamera erhält einen größeren Akku und ein Kit für austauschbare Objektive. Der Marktstart steht kurz bevor.

Die DJI Osmo 360 II steht kurz vor ihrem offiziellen Debüt. Durch die Aufhebung der Schweigepflicht bei der US-Behörde FCC sind nun detaillierte Einblicke in die Hardware des Nachfolgers möglich. Parallel dazu bestätigen Zulassungen in Indien und den Vereinigten Staaten, dass das Gerät bereit für den globalen Markt ist. Die wichtigsten Neuerungen gegenüber der ersten Generation betreffen die Energieversorgung und das Objektiv-System.
Deutlich größere Batterie und schnelleres WLAN
Mit Ablauf der 180-Tage-Frist bei der Federal Communications Commission (FCC) im Juni 2026 wurden interne Komponenten der Kamera öffentlich. Die Schaltung und der Akku mit der Typbezeichnung BCX102-2150-3.86 lassen auf deutliche Leistungssteigerungen schließen. Die Kapazität beträgt nun 2150 Milliamperestunden, was 8,3 Wattstunden entspricht. Im Vergleich zum Vorgängermodell mit 1950 Milliamperestunden ist dies ein spürbarer Zuwachs an Laufzeit.
Das Gerät arbeitet mit einer Spannung von fünf bis neun Volt und zieht maximal drei Ampere. Für die Datenübertragung setzt DJI auf Wi-Fi 6 mit einer Dual-Antennen-Technologie. Dies soll die Verbindungsgeschwindigkeit und Stabilität im Vergleich zur alten Generation verbessern. Äußerlich bleibt das Design mit dem quadratischen Gehäuse weitgehend unverändert. Ein im Juli getesteter Prototyp bestätigte die funktionale Tauglichkeit des neuen Systems.
Austauschbare Objektive und 8K-Mythen
Ein zentraler Kritikpunkt der ersten Osmo 360 war die Festverbauung der Linsen. Diesem Mangel soll mit einem neuen Zubehör-Kit abgeholfen werden, dessen Verpackungen bereits in den Handel gelangt sind. Nutzer können zukünftig die Außenlinsen selbstständig wechseln, was Reparaturen bei Kratzern deutlich vereinfacht. Diese Funktion holt DJI auf das Niveau der Konkurrenz, da ähnliche Modelle wie die Insta360 X5 das Wechseln der Objektive bereits seit Längerem unterstützen.
Parallel dazu haben sich Berichte über eine 8K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde nicht bestätigt. Weder die regulatorischen Dokumente noch die internen Leaks stützen diese hohen technischen Ansprüche. Die Kamera wird sich also vermutlich auf bewährte Standards konzentrieren, statt mit extremen Spezifikationen zu werben.
Zulassung für USA und Indien erteilt
Die Hürden für den Verkauf in den Vereinigten Staaten sind offiziell genommen. Die FCC erteilte die Genehmigung bereits am 21. Dezember 2025. Dieses Datum ist strategisch wichtig, da es genau einen Tag vor der Frist für die sogenannte Covered List lag. Dadurch ist der legale Vertrieb des Geräts in den USA sichergestellt, im Gegensatz zur Osmo Pocket 4, die diese Frist verpasste.
Auch für den indischen Markt ist DJI gerüstet. Das Gerät trägt die Zertifizierung der lokalen Behörde BIS unter der Nummer R-41204781. Diese Registrierung deutet stark darauf hin, dass die Kamera parallel zu den amerikanischen Terminen auch in Indien verfügbar sein wird.



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