EU will einheitliche Ladebuchsen bei Smartphones & Tablets durchsetzen
Das Europäische Parlament fordert schon lange, dass Ladebuchsen von mobilen Geräten vereinheitlicht werden sollen. Nachdem sich die Hersteller untereinander bisher nicht geeinigt haben, welcher Standard in Zukunft eingesetzt werden soll, möchte die EU nun einen solchen per Gesetz durchsetzen.

Smartphones und Tablets verfügen, anhängig vom Hersteller, schon immer über unterschiedliche Ladebuchsen. So setzte Apple zum Beispiel anfangs auf den 30-poligen Anschluss, der im Lauf der Zeit von der Lightning-Buchse verdrängt wurde. Seine aktuellen iPads stattet der Konzern bereits mit USB-C aus. Auch im Android-Lager ist USB-C weit verbreitet. Dort findet man bei vielen älteren oder auch günstigeren Geräten jedoch noch den Micro-USB-Anschluss.
Schon vor mehr als zehn Jahren hat die EU die Hersteller von mobilen Geräten dazu aufgefordert, sich untereinander auf einen Standard zu einigen. Zuletzt verabschiedete das Europäische Parlament im Jahr 2014 eine entsprechende Richtlinie, die eine einheitliche Ladebuchse für Smartphones und Tablets vorsah. Ziel der Debatte ist es, Elektroschrott zu vermeiden.
Da es unter den Herstellern bis jetzt zu keiner Einigung kam, möchte die EU der Thematik wieder Nachdruck verleihen. Im aktuellen Newsletter des Parlaments wurde deshalb eine Aussprache für vergangenen Montag angesetzt. In einer kommenden Sitzung soll dann über die Vereinheitlichung der Ladebuchsen abgestimmt werden.
Ein aus der Abstimmung resultierendes Gesetz wäre dann für alle Hersteller bindend. Sollte man sich auf den USB-C-Anschluss einigen, dürfte Apple dann keine iPhones oder iPads mit einer Lightning-Buchse mehr in der EU verkaufen.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Technik News.

EU-Verordnung 2023/1670: Austauschbare Akkus für Smartphones ab 2027
Die EU schreibt vor, dass Smartphones und Tablets ab 2027 austauschbare Akkus haben müssen. Apple-Geräte erfüllen die Langlebigkeits-Ausnahmebedingungen bereits heute.

iOS 26.5: Drittanbieter-Zubehör erhält erweiterte iPhone-Schnittstellen in der EU
Apple öffnet mit iOS 26.5 iPhone-Schnittstellen für externe Wearables und Kopfhörer in der Europäischen Union. Smartwatches und Kopfhörer von Fremdherstellern können künftig einfacher koppeln und Benachrichtigungen sowie Live-Aktivitäten empfangen.

Apple warnt vor Sicherheitsrisiken durch EU-Android-KI-Pläne
Apple kritisiert scharf die EU-Vorgaben, die Künstliche-Intelligence-Unternehmen Zugang zu zentralen Android-Funktionen gewähren sollen. Das Unternehmen warnt vor massiven Gefahren für Datenschutz und Gerätesicherheit.

EU-Verordnung: USB-C-Laden wird ab sofort für alle Notebooks verbindlich
Die EU-Regel zur einheitlichen Ladebuchse gilt nun auch für Laptops. Apple-Notebooks waren bereits vorher konform.

WhatsApp integriert in der EU eine Anbindung zu Chat-Apps von Drittanbietern
Meta muss WhatsApp für Nutzer, die in der EU leben, eine Möglichkeit geben, mit anderen Nutzern zu chatten, welche eine App eines anderen Anbieters installiert haben. Die entsprechende Anbindung der sogenannten „Drittanbieter-Chats“ wird in den nächsten Monaten für alle ausgerollt.

Apple streicht mit watchOS 26.2 & iOS 26.2 in der EU die WLAN-Synchronisierung
Um die das Regelwerk des Digital Markets Act in der EU zu umschiffen, verliert die Apple Watch hierzulande ein beliebtes Feature. Es geht um die WLAN-Synchronisierung von Netzwerken, die ab Dezember wohl Geschichte ist.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.