Face ID am Mac: Apple meldet neues Patent für Gestensteuerung an

Face ID wurde von Apple zusammen mit dem iPhone X am 12. September letzten Jahres eingeführt. Nach anfänglicher Skepsis über Datenschutz und die Sicherheit des Systems wurde die Gesichtserkennung jedoch sehr gut vom Markt angenommen. Zur jährlichen Keynote in wenigen Wochen rechnen wir mit der Präsentation von aktualisierten iPad Pro-Modellen die ebenfalls über Face ID verfügen. Ist der nächste logische Schritt dass Apple seine TrueDepth-Kamera auch im Mac verbaut?
Beobachtet man die Eintragungen beim United States Patent and Trademark Office könnte das durchaus der Fall sein. Schon in der Vergangenheit ließ sich Apple mehrere Erfindungen in Bezug auf intelligente Kameratechnik am Mac schützen. Das Patent mit der Bezeichnung "Presence Sensing" zum Beispiel wurde Anfang Juli letzten Jahres angemeldet und beschreibt eine Technik die über eine 3D-Kamera erkennt ob sich der Nutzer in der Nähe des Macs befindet. Bei Abwesenheit wird das System zwar weiterhin ausgeführt, arbeitet aber an der unteren Grenze der Leistungsfähigkeit und spart so durch abschalten des Displays Energie. Eine weitere Patentanmeldung aus 2017 nennt sich "Interest keyword identification" und zeigt wie der Mac über eine weitere Kamera mit Gesten der Arme gesteuert werden kann.
Gestern hat Apple beim US-Patentamt erneut ein System eintragen lassen das sich mit Gestensteuerung des Mac beschäftigt. Zusätzlich zu Händen und Armen erfasst das Patent mit dem Titel "Robust detection and classification of body parts in a depth map" auch Gesten von weiteren Körperteilen wie dem Kopf und dem Rumpf. In Verbindung mit den Armen sind so weitaus komplexere Gesten möglich. Interessant wird es im Detail der Patentschrift, denn in der Anmeldung von gestern ist zu lesen dass man die Technik zur Erkennung von Gesten auch für Face ID einsetzen kann.
Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein bis wir unseren Mac mit einem Blick entsperren können. Wie immer gilt allerdings bei Patentanmeldungen von Apple: Nicht alle Erfindungen schaffen den Sprung zum Endkunden. Für die Gesichtserkennung Face ID allerdings stehen die Zeichen gut.




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