Ferrari Luce: Jony Ive gestaltet den erste Elektro-Supersportwagen
Ferrari bricht mit der Verbrenner-Tradition und präsentiert mit dem Luce sein erstes reines Elektroauto mit über 1000 PS. Das Fahrzeug vereint extreme Performance mit einem Design von Jony Ive.

Ferrari hat mit dem Luce sein erstes reines Elektroauto vorgestellt und damit einen historischen Schritt in die Elektromobilität gewagt. Das über fünf Meter lange Fahrzeug liefert mehr als 1000 PS aus vier Synchronmotoren und beschleunigt in 2,5 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Karosserie entstand in Zusammenarbeit mit LoveFrom, dem Designstudio von Apples Ex-Designguru Jony Ive. Mit einem Basispreis von über 500.000 Euro positioniert sich der Bolide in der oberen Luxusklasse und setzt neue Maßstäbe für Supersportwagen. Die Präsentation markiert das Ende einer jahrzehntelangen Verbrenner-Tradition bei Maranello und zeigt, wie die Marke die Zukunft des Hochleistungs-Fahrens interpretiert.
1050 PS aus vier Motoren
Die Systemleistung des Ferrari Luce beträgt 772 Kilowatt, was etwas mehr als 1000 PS entspricht. Vier Synchronmotoren treiben das Fahrzeug an, zwei davon sind an der Vorderachse verbaut, zwei weitere an der Hinterachse. Der Allradantrieb sorgt für maximale Traktion, während ein aktives Fahrwerk die Fahrdynamik optimiert. Bei höheren Geschwindigkeiten senkt das System die Front des Fahrzeugs ab, um den Luftwiderstand zu verringern. Das 2260 Kilogramm schwere Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 Kilometer pro Stunde. Über das Lenkrad lassen sich verschiedene Modi einstellen, die Leistung und Traktion regulieren. Ferrari betont, dass alle Kernkomponenten, einschließlich der Motoren und des Batteriesystems, direkt am Stammsitz in Maranello gefertigt werden, um die Qualitätskontrolle im eigenen Haus zu behalten.
Batterie und Ladeleistung
Der Akku des Ferrari Luce besteht aus Pouch-Zellen und verfügt über eine Bruttokapazität von 122 Kilowattstunden. Das 800-Volt-System ermöglicht eine effiziente Energieverteilung. Die Reichweite nach WLTP-Standard liegt bei 530 Kilometern. An Gleichstrom-Säulen beträgt die maximale Ladeleistung 350 Kilowatt. Ein 22-Kilowatt-Bordlader für Wechselstrom ist serienmäßig integriert. Im Vergleich zu Mitbewerbern wie Mercedes-AMG, die in der Fahrzeugklasse bereits Reichweiten von knapp 700 Kilometern und Ladeleistungen von bis zu 600 Kilowatt bieten, weist der Ferrari Luce gewisse Abstriche bei der Reichweite auf. Dennoch positioniert sich das Fahrzeug in der oberen Performance-Klasse, wo Reichweite nicht das primäre Kaufkriterium ist.
Design von Jony Ive
Die Gestaltung des Ferrari Luce entstand in Zusammenarbeit mit LoveFrom, dem Designstudio, das von Apples Ex-Designguru Jony Ive gegründet wurde. Die Karosserie wurde speziell auf einen geringen Luftwiderstand optimiert. Die glatte Außenhaut und gegenläufig öffnende Türen tragen zur aerodynamischen Effizienz bei. Der Innenraum bietet durch den fehlenden Mitteltunnel ein großzügiges Platzangebot. Der Kofferraum fasst 597 Liter Volumen, was für einen Supersportwagen ungewöhnlich viel Stauraum bedeutet. Für die Anzeigeninstrumente kommen hochauflösende OLED-Panels zum Einsatz. Um den fehlenden Klang des Verbrennungsmotors zu kompensieren, erfasst ein Sensor die Vibrationen der Antriebsteile. Die erfassten Daten werden in ein künstliches Fahrgeräusch umgewandelt und über Lautsprecher ausgegeben.
Zusammenfassung
Ferrari Luce ist das erste reine Elektroauto der Marke mit 772 kW Systemleistung aus vier Synchronmotoren. Allradantrieb und aktives Fahrwerk ermöglichen Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden. 122 kWh Batterie mit 800-Volt-System bietet 530 km Reichweite nach WLTP. Design in Zusammenarbeit mit LoveFrom von Jony Ive, aerodynamisch optimiert, 597 Liter Kofferraum. Basispreis über 500.000 Euro.




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Kommentare
1 Beitrag
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- SSebastian
Was hat Ferrari sich dabei gedacht? 🤮