Google muss Huawei-Bann nicht sofort umsetzen: US-Regierung gibt 90 Tage Aufschub
US-Unternehmen dürfen per Dekret nicht mehr mit ausländischen Telekommunikationsausrüstern und Telekom-Unternehmen zusammenarbeiten. Im Fall von Huawei hat die US-Regierung jetzt einen Aufschub von 90 Tagen gewährt.

In den USA gilt seit letzten Donnerstag der „nationale Notstand für Telekommunikation" zum Schutz vor ausländischen Spionageangriffen. Im Zuge dessen dürfen Unternehmen in den Vereinigten Staaten nicht mehr mit gewissen Telekommunikationsausrüstern und Telekom-Unternehmen aus dem Ausland zusammenarbeiten bzw. deren Technik im heimischen Telekommunikationsnetz verbauen.
Prominentes Beispiel einer ausländischen Firma, die vom US-Markt abgekoppelt wird, ist Huawei. Erst gestern hat Google bekannt gegeben, keine Updates mehr für Huawei-Smartphones bereitzustellen. Zudem sollen neu auf den Markt kommende Android-Geräte des chinesischen Herstellers in Zukunft von Google-Diensten ausgeschlossen werden. Neben den fehlenden Sicherheitsupdates werden Käufer von zukünftigen Huawei-Smartphones auch keinen Zugriff mehr auf den Google Play Store erhalten.
Wie das Wall Street Journal jetzt berichtete, hat die US-Regierung im Fall von Huawei-Produkten jetzt einen 90-tägigen Aufschub gewährt. Dieser ist allerdings nicht der Großzügigkeit von Donald Trump geschuldet. Vielmehr werden Netzwerkkomponenten von Huawei in vielen lokalen Mobilfunknetzen in den USA eingesetzt. Diese von heute auf morgen zu ersetzen ist nicht möglich, würde das Dekret ab sofort gelten, stünden viele Bewohner von US-Städten in der Übergangszeit ohne Handynetz da.
Huawei hat inzwischen ein eigenes Betriebssystem und einen eigenen App Store für seine Smartphones angekündigt.
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