iPhone mit herausnehmbarem Akku: Europäischer Rat verabschiedet neue Batterieverordnung
Damit ist es offiziell: Der Akku von mobilen Geräten muss künftig vom Verbraucher selber getauscht werden können. Die entsprechende Verordnung wurde jetzt vom Europäischen Rat verabschiedet.

Wird die Batterie eines Geräts nicht fest verklebt, hat das viele Vorteile. Man schont die Umwelt, das Einsetzen eines neuen Akkus erfordert keine Fachwerkstatt und man kann das Gerät komplett stromlos machen. Auf der anderen Seite wird es schwierig mit der IP-Zertifizierung, die beispielsweise Smartphones mit Schutz gegen das Eindringen von Wasser und Staub auszeichnet.
Mitte Juni haben wir zuletzt über die anstehende Reform der Batterieverordnung in der EU berichtet. Da ging es um die fest verbauten Akkus, deren man sich hierzulande ab dem Jahr 2027 entledigen will. Nachdem das Gesetz im Dezember 2020 von der Europäischen Kommission auf den Weg gebracht wurde, ist es nun endgültig in trockenen Tüchern.
Annahmeverfahren abgeschlossen
Auf seiner Webseite informiert der Europäische Rat, dass die Verordnung zum Stärken der Nachhaltigkeitsregeln für Batterien und Altbatterien verabschiedet und das Annahmeverfahren abgeschlossen wurde. Als Nächstes folgt die Unterzeichnung durch den Rat und das Europäische Parlament sowie die Eintragung im Amtsblatt. 20 Tage später tritt das neue Gesetz in Kraft.
Drastische Konsequenzen für die Hersteller
Was das neue Gesetz für Hersteller von mobilen Geräten bedeutet: Ausnahmslos alle fest verbauten Akkus müssen künftig durch den Verbraucher austauschbar sein, und zwar ohne Spezialwerkzeug. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um die Batterie eines Notebooks oder die der AirPods und deren Ladecase handelt. Apple, Samsung und Co müssen also umdenken und ihre Geräte entsprechend ausrüsten:
- „Die Verordnung sieht vor, dass in Geräte eingebaute Gerätebatterien bis 2027 vom Endnutzer herausnehmbar und austauschbar sein sollen, sodass den Betreibern genügend Zeit bleibt, das Design ihrer Produkte an diese Anforderung anzupassen.“
Die neue Batterieverordnung erzeugt bei uns Endkunden gemischte Gefühle. Mit Blick auf die Umwelt ist es eine gute Sache. Allerdings weiß ich die IP-Zertifizierung meines iPhones sehr zu schätzen. Und ein iPad mit Deckel auf der Rückseite mag ich mir nur ungern vorstellen. Spannend wird außerdem, welche Lösung sich die Hersteller für kabellose Kopfhörer einfallen lassen.
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