MacBook mit Mobilfunkchip aus eigener Entwicklung frühestens 2028
Ein MacBook mit einem 5G-Modem aus der eigenen Entwicklung klingt noch immer nach Zukunftsmusik. Einem neuen Bericht zufolge wird sich daran auch bis mindestens 2028 nichts ändern.

Am einfachsten lässt sich ein MacBook mit dem Internet drahtlos via WLAN verbinden. Alternativ kann die Verbindung auch mit einem entsprechenden USB-C auf Ethernet-Adapter hergestellt werden, wenngleich erstere Lösung die wohl am weitesten verbreitete sein dürfte. Einen Mobilfunkchip spendierte Apple seinen MacBooks noch nie, obwohl der Wunsch nicht selten von Nutzern geäußert wurde.
Im Vergleich zu iOS verfügt macOS über keinerlei Beschränkungen, in welchem Umfang Apps mit dem Internet kommunizieren dürfen, da hier schlicht eine Regulierung des zur Verfügung stehenden Datenvolumens nicht stattfindet. Sollte Apple tatsächlich spezielle Mobilfunkchips für das MacBook entwickeln, müsste an erwähnter Stelle nachgebessert werden, um das Datenvolumen nicht unnötig zu strapazieren.
iPhone mit eigenem 5G-Chip frühestens 2026
Berichte über die Entwicklung eigener 5G-Chips für das MacBook flammen immer wieder mal auf - bislang jedoch ohne dabei wirklich konkret zu werden. Trotz der käuflichen Übernahme von Intels Modemabteilung durch Apple zum stolzen Preis von einer Milliarde Dollar blieben nennenswerte Erfolge bislang aus.
Nachdem das Vorhaben vorübergehend auf Eis gelegt wurde, nimmt der iPhone-Konzern nun in Zusammenarbeit mit Broadcom einen erneuten Anlauf, um die Planungen erfolgreich zu Ende zu bringen. Aus verschiedenen Quellen heißt es zuletzt jedoch, dass das iPhone in naher Zukunft noch keinen Mobilfunkchip made by Apple erhalten wird.
Das Nachrichtenportal Bloomberg berichtet aktuell über die geplante Roadmap von Apples Chipentwicklung und bezieht sich dabei auf nicht näher benannte Quellen. Apples Pläne, das iPhone mit eigenen Mobilfunkstandards auszustatten, könnten demnach im Jahr 2026 umgesetzt werden.
Die Apple Watch und das iPad gelten darüberhinaus als nächste Kandidaten, die für eine Umstellung auf eigene 5G-Chips in Frage kämen. Im Anschluss, jedoch nicht vor 2028, wäre schließlich das MacBook an der Reihe. Apples Zielstellung dabei ist weiterhin klar: Die Abhängigkeit von Dritten soll so weit es geht reduziert werden. Die nicht immer reibungslose Zusammenarbeit zwischen Apple und Qualcomm kann an dieser Stelle getrost als prominentestes Beispiel angeführt werden.
Abhängigkeit auf vielen Ebenen reduzieren
Die Abhängigkeit von Zulieferern und Fertigungspartnern soll jedoch nicht nur im Bereich der 5G-Chips auf den Prüfstand gestellt werden. Bloomberg zufolge stehen nach wie vor ein kombinierter WiFi- und Bluetooth-Chip, MicroLED-Panels, ein nichtinvasives Verfahren zur Bestimmung des Blutzuckers sowie die Entwicklung eigener Batterien und Kamerasensoren auf Apples ambitionierter Agenda für die kommenden Jahre.
Sollte sich nur ein Teil der Projekte zu einer ähnlichen Erfolgsstory wie Apple Silicon entwickeln, dürfte sich die Verantwortlichen im Apple Park bereits durchaus zufrieden zeigen. Die mittlerweile dritte Generation der hauseigenen Prozessoren setzt regelmäßig neue Maßstäbe auf dem Markt.
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