Macht Apple iPhones mit altem Akku absichtlich langsamer?
John Poole ist der Gründer der Benchmark-Plattform Geekbench und hat einen Artikel veröffentlicht in welchem er mit Messergebnissen belegt, dass ein alter Akku die Leistung eines iPhones schmälern kann. Pikant: Apple scheint die Leistung bei Geräten mit einem leistungsschwachen Akku absichtlich zu drosseln.
Betroffen sind laut Geekbench fast ausschließlich Besitzer eines iPhone 6s: Obwohl der Akku noch über ausreichend Leistung verfügt berichten Nutzer, dass sich das Smartphone wie bei zu wenig Akkuleistung abschaltet. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich aber um einen geplanten Shutdown, denn nach den Akkuproblemen beim iPhone 6s im Februar diesen Jahres passiert das Herunterfahren des Smartphones über ein - neben dem normalen und dem Stromsparmodus - drittes Profil, was man als Nutzer aber weder einsehen noch manuell anwählen kann. Nach der Einschätzung von Poole wurde das dritte Profil mit dem Update auf iOS 10.2.1 eingeführt und drosselt seitdem auf den betroffenen iPhones die Leistung wenn der verbaute Akku ein gewisses Alter erreicht hat. Um ein unvorhergesehenes Abschalten mit eventuellem Datenverlust zu verhindern, kann dieses dritte Profil das Telefon geregelt herunterfahren.
Poole unterstellt Apple in keinster Weise eine geplante Obsoleszenz, betroffene Kunden könnten aber meinen, ihr Smartphone sei mittlerweile einfach zu alt und deshalb leistungsschwächer, was eventuell dazu verführt sich verfrüht ein neues Gerät zu kaufen. Wer ein iPhone 6s besitzt und sich über weniger werdende Leistung seines Smartphones wundert, kann laut Poole mit einem neuen Akku die volle Leistung wiederherstellen.
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