John Ternus übernimmt ab September die Führung bei Apple

Ein historischer Moment für Apple: Tim Cook verabschiedet sich nach anderthalb Jahrzehnten als geschäftsführender Vorstand des Unternehmens. Sein Nachfolger John Ternus wird die Führung ab September 2026 übernehmen. Parallel dazu legte das Unternehmen die Quartalszahlen für den Zeitraum April bis Juni vor. Die Ergebnisse fallen solide aus, doch gleichzeitig gibt es ernste Warnungen zu Lieferengpässen. Diese Kombination aus Personalwechsel und Materialknappheit prägt die aktuelle Lage bei Cupertino.
Abschied vom Quartalsanruf
Bevor die eigentliche Fragerunde begann, nutzte Tim Cook die Gelegenheit für eine persönliche Verabschiedung von der Finanzgemeinde. Er richtete ein Dankeswort an die Aktionäre, wobei er besonders die langjährigen Investoren hervorhob. Ebenso bedankte er sich bei den Finanzanalysten für den konstruktiven Dialog über die vergangenen Jahre. Diese Geste markiert das Ende einer bemerkenswerten Serie: Seit seiner Ernennung zum Chief Executive Officer im Jahr 2011 hat Cook keinen einzigen Quartalsanruf verpasst und stets persönlich die Ergebnisse präsentiert. Diese ununterbrochene Kette endet nun mit dem heutigen Termin.
Ternus als neuer Chief Executive Officer
Die Übergabe der Führung ist bereits in vollem Gange. Ab dem 1. September 2026 wird John Ternus offiziell das Amt des Chief Executive Officers antreten. Cook betonte, dass der Wechsel der Geschäfte bereits reibungslos verlaufe. Er sprach sein uneingeschränktes Vertrauen in seinen Nachfolger, das übrige Top-Management sowie die gesamte Belegschaft aus. Ternus wird fortan die Quartalskonferenzen mit der Wall Street moderieren und die strategische Richtung des Unternehmens vorgeben. Cook selbst scheidet nicht vollständig aus dem operativen Geschehen aus. Er übernimmt die Rolle des Executive Chairman, die er über einen langen Zeitraum ausüben wird.
Quartalszahlen im Überblick
Finanziell schloss Apple das dritte Quartal 2026 mit einem Gesamtumsatz von 109,42 Milliarden US-Dollar ab. Das Hardware-Geschäft zeigte sich bei den beiden größten Produktlinien robust. Sowohl der iPhone- als auch der Mac-Umsatz wuchs jeweils im zweistelligen Bereich. Dagegen fiel der Absatz der Tablet-Sparte spürbar zurück. Der iPad-Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um fünf Prozent. Der Dienstleistungsbereich Services erwirtschaftete 30,73 Milliarden Dollar, was einem deutlichen Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotzdem fiel auf, dass dies das erste Quartal seit 2022 ist, in dem die Services-Einnahmen im direkten Vergleich zum Vorquartal rückläufig waren.
Lieferengpässe drosseln Ausblick
Der Ausblick auf das kommende September-Quartal fiel deutlich vorsichtiger aus. Chief Financial Officer Kevan Parekh warnte davor, dass die Lieferengpässe im nächsten Zeitraum deutlich zunehmen werden. Besonders betroffen von den knappen Materialreserven sind folgende Produktlinien:
- iPhone
- Mac
- iPad
Neben den physischen Engpässen wird das Umsatzwachstum durch Währungsschwankungen um rund 2,5 Prozentpunkte gebremst. Trotz dieser Hürden prognostiziert Apple ein Gesamtumsatzwachstum zwischen neun und elf Prozent. Die Bruttomarge soll im September-Quartal voraussichtlich zwischen 47 und 48 Prozent liegen, wobei das iPhone-Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Bereich erwartet wird. Die Kapitalmärkte reagierten auf die Warnung vor den Engpässen skeptisch. Im Nachhandel fiel der Kurs der Apple-Aktie um etwa sechs bis acht Prozent.
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