TSMC informiert: Weltweiter Chipmangel wird bis voraussichtlich 2022 anhalten
Während der globale Chipmangel weiterhin zu Problemen führt, prognostiziert der Hersteller TSMC, dass der Mangel entgegen aller Bemühungen bis mindestens 2022 anhalten wird.

Seit einigen Wochen gibt es einen globalen Mangel an Chips. Die Krise trifft jedes Unternehmen das Chips für seine Produkte bezieht, auch Apple. Das Unternehmen TSMC, das gleichzeitig Zulieferer von Apple ist, kündigte nun an, dass die Knappheit vermutlich erst frühestens 2022 abklingen werde. Man unternehme zwar alles, um ihr Ende zu beschleunigen, doch eine Trendwende sei zur Zeit nicht abzusehen.
Situation des Chipmangels soll sich laut TSMC erst 2022 bessern
Eigentlich waren die Quartalszahlen von TSMC im ersten Quartal 2021 sehr positiv: Das Unternehmen lag stark im Plus, im Vergleich zum Vorjahr war das Wachstum um eine Rate von 19,4 Prozent angestiegen. Aufgrund der Corona Pandemie war die Chip-Nachfrage sehr hoch, da viele Menschen im Homeoffice arbeiten mussten und dementsprechend Hardware benötigten, deren Chips teilweise von TSMC hergestellt werden. Doch seit einigen Wochen gibt es weltweit einen Mangel an Chips. Auch TSMC ist betroffen und kann im Moment nicht so viel herstellen, wie sonst. Das Unternehmen versichert, dass man alles erdenkliche versuchen würde, um die Chipknappheit einzudämmen und das Geschäft wieder anrollen zu lassen. Dennoch gibt es die düstere Prognose, dass die Knappheit vor 2022 nicht in den Griff bekommen werden könne.
TSMC ist ein Technologie-Unternehmen, welches unter anderem Chips für Apple produziert und die Firma beliefert. Es wird dort nicht nur die A-Serie für das iPhone und das iPad hergestellt, sondern auch der M1-Chip für den Mac und das Macbook. Kurz gesagt: TSMC ist einer der wichtigsten Partner von Apple. Dementsprechend könnte die Aussage der Firma Apple in der nächsten Zeit sehr beschäftigen und den Verkauf beeinflussen.
Als starker Treiber für den globalen Mangel gilt die Corona-Pandemie, da sie starke Wechselwirkungen zwischen dem Elektronikmarkt und dem ebenso von Chips abhängigen Automobilmarkt erzeugte. Außerdem führten Lockdowns zu zwischenzeitigen Schließungen von Werken für Rohsiziliumherstellung in China, wo etwa 70 Prozent des Siliziums herkommen. Auch die steigende Nachfrage, die vor allem TSMC zuerst einen stark anwachsenden Gewinn bescherte, wuchs über die tatsächliche Produktionsrate hinaus. Als ein anderer Grund wird schließlich der Klimawandel angegeben, der häufigere Extremwetterereignisse verursacht. So mussten einige Werke auch geschlossen werden, weil durch Dürre oder Überschwemmungen zeitweise kein Strom verfügbar war.
TSMC verspricht in seiner Mitteilung, innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt 100 Milliarden Dollar zu investieren, um künftigen Chipmangeln vorzubeugen.
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