USB-C-Anschluss ab 2024 für alle Smartphones und Tablets in der EU Pflicht

Das EU-Parlament in Straßburg hat heute offiziell beschlossen, was bereits seit vielen Monaten ausgiebig diskutiert wurde. Ab dem übernächsten Jahr müssen alle in der Europäischen Union verkauften Smartphones und Tablets über einen einheitlichen Anschluss verfügen. Nachdem sich verschiedene Gremien bereits für einen USB-C-Anschluss aussprachen, hat das Parlament diesen heute offiziell bestätigt.
Im Juni diesen Jahres haben sich Unterhändler des Europäischen Parlaments bereits auf die nun getroffene Entscheidung festgelegt. Damit die Regelung in Kraft treten kann, müssen nur noch alle EU-Mitgliedsstaaten diesen Beschluss bestätigen, was allerdings nur noch als reine Formalität gesehen wird und einer Sprecherin zufolge noch im Oktober passieren könnte.
Die Regelung soll ab Herbst 2024 gelten und bezieht sich neben Smartphones und Tablets unter anderem auch auf Digitalkameras mit Ladegeräten sowie Lautsprecherboxen, Kopfhörer, Mäuse, Drucker und tragbare Spielkonsolen. Zudem müssen Laptops ab dem Jahr 2026 mit einem USB-C-Port versehen sein.
Der Auftrag des Gesetzgebers auf europäischer Ebene ist dabei klar: Mit einem einheitlichen Anschluss soll zukünftig ressourcenschonender produziert werden. Die Festlegung von USB-C als europäischer Standard ist somit auch gleichbedeutend mit dem Ende der Lightning-Ära von Apple.
Handy-Ladekabel sind laut Europäischer Kommission jedes Jahr für 11.000 Tonnen Elektroschrott in der EU verantwortlich. Mit der neuen Regelung sollen jedes Jahr bis zu 1.000 Tonnen Elektroschrott verhindert werden, so die EU-Wettbewerbskommissarin Margerete Vestager.
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