Wegen Apfellogo - Apple geht gegen Mineralwasserproduzent vor

Der Schutz der eigenen Marke ist Apple heilig. Daher führt Apple seit jeher einen unermüdlichen Kampf gegen Unternehmen, die das gesicherte Markenrecht verletzen. Aktuelles Beispiel ist der Wasserproduzent Georgette aus den USA. Dieser bedruckt seine Produkte ebenfalls mit einem Apfel. Zugegeben, die Ähnlichkeit zum Apple Logo ist enorm. Im Gegensatz zum Original fehlt dem Georgette Logo das herausgebissene Stück und anstelle eines einblättrigen Stieles prangen zwei Blätter über dem Apfel. Abgerundet wird das Bild mit dem mittig platzierten Slogan "I am Arcus". Werden beide Logos übereinandergelegt, decken sie sich annähernd komplett ab und auch der erste Eindruck vermittelt den Betrachter einen Bezug zum Computerhersteller.
Aufgrund der offensichtlichen Ähnlichkeiten legte Apple nun Widerspruch gegen die Markeneintragung ein. In dem über 300 Seiten langen Schreiben führt der Konzern aus, das einzutragende Logo sei "visuell den berühmten Apple-Marken von Apple ähnlich".
Rechtsabteilung immer wieder gefordert
Der Kampf gegen Marken- und Urheberrechtsverletzungen hat bei Apple lange Tradition. Unternehmen versuchen seit jeher einen Bezug zu einer der weltweit berühmtesten Marken herzustellen, um ihrer eigenen Produktpalette die nötige PR zu geben, die sie benötigen. Apples Rechtsabteilung ist jedoch mit allen Wassern gewaschen und geht strikt gegen jegliche Abkupferungsversuche vor, ganz gleich wie groß ein Unternehmen ist oder ob es überhaupt um den gleichen Endverbraucher konkurriert. Ob die Unternehmen Vertreter der Technik- oder der Lebensmittelindustrie sind, spielt dabei keine Rolle. Apple ist Apple und wird auch in Zukunft nur mit dem Techgiganten in Verbindung gebracht.
Im Jahr 2017 ging Apple mit Erfolg gegen das Birnen-Logo des chinesischen Unternehmens Pear Technologies vor. Die EU-Markenrechtsbehörde EUIPO folgte der Argumentation Apples und begründete seine Entscheidung mit der dem Apfel ähnlich aussehenden Silhouette der Birne.
Erst im Februar diesen Jahres wurde eine Unstimmigkeit zwischen Apple und dem App-Entwickler Prepear beigelegt. Auch hier ähnelte die Aufmachung der Birne, die als Logo diente, stark dem bekannten Apfel. Nachdem Prepear das Blatt oberhalb der Birne entfernte, zeigte sich Apple zufrieden.
Betrachtet man die zurückliegenden Verfahren, in denen Markenrechtsverletzungen zugunsten von Apple entschieden wurden, so kann man auch im aktuellen Clinch zwischen Apple und Georgette mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Entscheidung pro Cupertino ausgehen.
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