WhatsApp tauscht in der EU keine Daten mehr mit Meta aus
Erfolg für Datenschützer: WhatsApp hat sich den Regeln der Europäischen Union gebeugt und kündigt an, zukünftig keine Daten mehr mit dem Mutterkonzern Meta auszutauschen.

Seit fast 10 Jahren befindet sich WhatsApp in den Händen von Facebook und fast genauso lange äußern Datenschützer in Europa heftige Kritik am Messenger. Angefangen bei unüberschaubaren Nutzungsbedingungen bis hin zum Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook, an kaum einem anderen Dienst scheiden sich seit Jahren so sehr die Geistern.
Vor allem der Datenaustausch mit Facebook bzw. dem Mutterkonzern Meta ist den europäischen Datenschützern ein Dorn im Auge und inzwischen gesetzlich streng reguliert. Vor knapp zwei Jahren stand der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit im Mittelpunkt weil dieser sich gegen den massenhaften Datenaustausch auflehnte.
Infolgedessen verhängte die irische Data Protection Commission als zuständige Datenschutzbehörde bereits eine Strafe in Millionenhöhe. Nun informierten EU-Kommission und EU-Verbraucherschutzbehörden (CPC-Netz) darüber, dass sich WhatsApp zukünftig dem Willen des europäischen Gesetzgebers beugen und drei wesentliche Veränderungen vornehmen wird.
Keine Weitergabe von personenbezogenen Daten mehr
Kürzlich habe ein Gespräch zwischen der EU-Kommission und EU-Verbaucherschutzbehörden sowie WhatsApp stattgefunden, an dessen Ende der Messenger zusagte, seine Nutzungsbedingungen zukünftig transparenter und verständlicher zu formulieren. Aus einer offiziellen Mitteilung der europäischen Institution lässt sich entnehmen, dass Nutzer ab sofort über Änderungen in der Geschäftspolitik umfassend rechtlich aufgeklärt werden.
Anwender sollen zudem bevorstehende Aktualisierungen leichter ablehnen können. Gleichzeitig erläutert WhatsApp in verständlicher Form, wann eine solche Ablehnung dazu führt, dass WhatsApp-Dienste für den Nutzer nicht mehr zur Verfügung stehen. WhatsApp wird ferner darauf verzichten, ständig wiederholende Benachrichtigungen über noch ausgebliebene Aktualisierungen zu verschicken und stattdessen den derzeitigen Willen des Nutzers akzeptieren.
Außerdem sollen personenbezogene Daten zukünftig nicht mehr zu Werbezwecken an Dritte, dazu zählen auch Facebook und andere Meta-Unternehmen, weitergegeben werden. Sowohl Verbraucherschutzbehörden als auch EU-Kommission werden die Einhaltung der Zusagen kontrollieren und bei weiteren Verstößen Sanktionen aussprechen - notfalls auch mit Bußgeldern.
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