Lockdowns in China wirken sich auf die Produktion des iPhone 14 aus (Update)
Der strikte Lockdown in China hat sich bereits auf die Produktion des iPhone 14 ausgewirkt. Wie Zulieferer berichten, liegt man bei der Fertigung von mindestens einem der 2022er-Flaggschiffe mehrere Wochen hinter dem Zeitplan.

Update:
Mittlerweile scheint klar zu sein, welches der vier iPhone 14-Modelle von der mehrwöchigen Verzögerung betroffen ist. Der Analyst Ming-Chi Kuo schreibt auf Twitter, dass es sich um das iPhone 14 Pro Max handeln soll. Und auch sein Kollege Jeff Pu hat gestern von Produktionsschwierigkeiten beim iPhone 14 Pro Max berichtet.
Man hat beim Fertiger in Shanghai zwar durch den Lockdown wertvolle Zeit verloren, sodass die Massenfertigung wohl erst Anfang August beginnen kann. Die Verzögerung würde sich aber noch nicht drastisch auf den geplanten Verkaufsstart im Herbst auswirken. Außerdem wünscht Apple, dass bei den Zulieferern Überstunden angesetzt werden.
Ursprünglicher Artikel vom 26. Mai 2022:
Weil die chinesische Regierung verhältnismäßig streng bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie vorgeht, stehen in vielen Werken, vor allem in der Region rund um Shanghai, die Bänder still. Während rund um die Metropole mehrere Hundert Containerschiffe darauf warten, be- und entladen zu werden, dürfen viele Arbeiter nicht an ihren Arbeitsplatz.
Eine festgefahrene Situation, die schon seit Wochen für sehr hohe Lieferzeiten beim Mac sorgt. Doch das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht, denn jetzt ist auch die Produktion von mindestens einem Modell des iPhone 14 von den Problemen bei der Fertigung betroffen.
Lieferengpässe beim iPhone 14
Im März haben die Chinesen den Lockdown für die Region Shanghai verhängt. Einige der Maßnahmen wurden mittlerweile zwar etwas gelockert - von einer Besserung der Lage vor Ort ist aber keine Rede. Das hat die Redaktion von Nikkei Asia erfahren und beruft sich dabei auf nicht näher genannte Quellen aus den Kreisen der Apple-Zulieferer.
So kommt es derzeit bei einem der vier iPhone 14-Modelle zu Lieferengpässen bei den Komponenten. Darüber hinaus fehlt es an Mitarbeitern für die Endmontage. Wie Nikkei Asia schreibt, befindet man sich bereits mehrere Wochen im Rückstand. Welches iPhone 14 genau betroffen ist, ist nicht bekannt.
Apple macht Druck
Laut den Quellen hat Apple seine Zulieferer dazu aufgefordert, die Engpässe auszugleichen. Geschieht das nicht, würden Käufer des besagten iPhone 14 wohl mehrere Wochen auf ihre Bestellung warten müssen.
"Es ist eine Herausforderung, die verlorene Zeit aufzuholen. […] Apple und seine Zulieferer arbeiten rund um die Uhr daran, die Entwicklung zu beschleunigen", so ein leitender Angestellter eines Apple-Zulieferers und fügte hinzu, dass das Tempo der Wiedereröffnung in Shanghai "ziemlich langsam“ sei.
Ob das nicht näher genannte iPhone 14 tatsächlich erst im Oktober oder später verfügbar sein wird und ob sich die Lieferschwierigkeiten noch auf weitere Modelle ausweiten, werden wir wohl erst in den nächsten Wochen erfahren.
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