iPhone Ultra: Apples faltbares Flaggschiff im Überblick
Apple bereitet den Einstieg in den Markt für faltbare Smartphones vor. Das Gerät, das intern und in der Berichterstattung als iPhone Ultra bezeichnet wird, soll im Herbst 2026 als erstes Klapphandy des Konzerns auf den Markt kommen. Die Konkurrenz – angeführt von Samsung und Huawei – dominiert das Segment seit Jahren; Apples Markteintritt verspricht, die Kräfteverhältnisse im Premium-Bereich grundlegend zu verschieben. Analysten von Counterpoint Research gehen davon aus, dass Apple bereits im ersten Jahr rund ein Viertel des wachsenden Faltmarktes erobern könnte.
Der aktuelle Stand: Die Präsentation ist für das Apple-Event am 8. oder 9. September 2026 eingeplant, wie Mark Gurman von Bloomberg mehrfach bestätigte. Allerdings deutet vieles auf eine gestaffelte Auslieferung hin – die USA sollen zuerst beliefert werden, während Kunden in Europa und anderen Regionen mehrere Monate warten müssen. Produktionsprobleme beim Scharnier und begrenzte Fertigungskapazitäten bei Foxconn haben den Zeitplan in den vergangenen Monaten mehrfach in Frage gestellt, ehe Lieferketten-Quellen im Juli und August den September-Termin wieder bestätigten. Vorbestellungen sollen ab dem 11. September möglich sein.
Technisch setzt Apple auf den A20-Pro-Chip mit eigenem C2-Modem, zwei faltenfreie Displays im Book-Style-Format und eine Rückkehr zur Touch ID anstelle von Face ID. Der Preis wird je nach Quelle zwischen rund 1.999 und 2.500 US-Dollar angesetzt – das iPhone Ultra soll damit zum teuersten iPhone aller Zeiten werden. Die folgende Übersicht bündelt den aktuellen Wissensstand zu Design, Technik, Verfügbarkeit und Markteinordnung und trennt gesicherte Informationen von noch nicht bestätigten Gerüchten.
Design & Formfaktor
Das iPhone Ultra folgt dem Book-Style-Prinzip: Das Gerät klappt wie ein Buch auf, wobei das Scharnier oben sitzt. Beide Displays sollen ohne sichtbare Faltkante auskommen – ein technisches Merkmal, das Apple laut Berichten bereits in der Testproduktion erreicht hat. Die Rückseite beherbergt vier Kameras, darunter zwei 48-Megapixel-Linsen ohne Telephoto-Objektiv.
Bei der Farbwahl gab es in den Berichten eine Entwicklung: Der Leaker Sonny Dickson zeigte zunächst Fotos eines Prototyps mit weißem Gehäuse und sprach von nur einer Farbvariante. Wenige Wochen später veröffentlichte er Bilder von Kamera-Schutzfolien in Silber und Dunkelblau, die auf zwei Startfarben hindeuten. Welches Bild das finale Produkt abbildet, bleibt abzuwarten.
Ein markanter Unterschied zu bisherigen iPhones: Face ID entfällt. Stattdessen kehrt Apple zur Touch ID zurück – vermutlich integriert in den Rand oder das Display. Die genaue Platzierung ist bislang nicht bestätigt. Das Gerät wird intern als iPhone Ultra bezeichnet, ein Name, den Mark Gurman als Arbeitstitel einordnet und der bis zum Launch noch ändern könnte.
Technische Ausstattung
Im Kern des iPhone Ultra arbeitet der A20-Pro-Chip, der erstmals mit einem eigenen C2-Modem von Apple ausgestattet ist. Damit entfällt die Abhängigkeit von Qualcomm-Modems, die bei früheren iPhone-Generationen Standard waren. Die zwei faltenfreien Displays ermöglichen ein iPad-ähnliches Multitasking unter iOS 27 – ein vollständiges iPadOS wird jedoch nicht portiert.
Die Kameraausstattung umfasst vier Sensoren auf der Rückseite. Zwei davon sind 48-Megapixel-Linsen; ein Telephoto-Objektiv fehlt. Die Frontseite beherbergt die verbleibenden beiden Kameras. Welche Auflösung diese bieten, ist bislang nicht gesichert.
Die Software-Seite wird von iOS 27 getragen, das speziell für das Faltformat optimiert wird. Neben dem erweiterten Multitasking sind weitere exklusive Funktionen geplant, die das iPhone Ultra von der iPhone-18-Reihe abheben sollen. Details zu den konkreten Features liefert diese Übersicht der bekannten Merkmale.
Preis & Verfügbarkeit
Beim Preis klaffen die Quellen auseinander: Ming-Chi Kuo und frühere Berichte nennen rund 1.999 US-Dollar, während andere Angaben einen Durchschnittspreis von 2.500 Dollar ansetzen. Fest steht, dass das iPhone Ultra zum teuersten iPhone aller Zeiten werden soll – in einer Preisklasse, die sich an Mac-Studio-Geräten orientiert.
Die Verfügbarkeit wird gestaffelt ablaufen. Die USA sollen als erster Markt beliefert werden, für Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten ist eine Wartezeit von mehreren Monaten eingeplant. Vorbestellungen sind ab dem 11. September 2026 möglich, der reguläre Verkauf startet im vierten Quartal. Kuo rechnet im ersten Jahr mit nur sieben bis acht Millionen produzierten Einheiten und warnt vor massiven Schwarzmarkt-Aufschlägen. Apple hat die Fertigungsziele laut späteren Berichten auf zehn Millionen angehoben – ein Widerspruch, der sich aus unterschiedlichen Zeitpunkten der Meldungen erklärt.
Die gestaffelte Auslieferung und die begrenzten Anfangsmengen machen das iPhone Ultra in den ersten Wochen nach dem Launch zu einem begehrten Sammlerstück. Dieser Beitrag geht im Detail auf die regionale Verteilung ein.
Produktion & Lieferkette
Die Fertigung des iPhone Ultra verlief in den Monaten vor dem Launch turbulent. Im Mai meldete ein Bericht, dass Apple die Testproduktion pausiert habe, weil das Scharnierdesign die internen Qualitätsnormen nicht erfülle – mit der Konsequenz einer Verschiebung auf 2027. Wenige Wochen später dementierte der Leaker Fixed Focus Digital diese Verzögerung und bestätigte den September-Termin.
Im Juli bestätigten chinesische Finanznachrichten (Cailian News) und 9to5Mac, dass die Produktion planmäßig im Hochlauf sei und das Design endgültig festgelegt worden sei. Gleichzeitig meldete DigiTimes, dass Foxconn noch an kritischen Anpassungen der mechanischen Komponenten arbeite – ein Hinweis darauf, dass der Marktstart zwar stattfindet, die Verfügbarkeit aber eingeschränkt bleibt. Die Lieferkette bestätigt insgesamt den September-Start, warnt aber vor Wartezeiten von mehreren Wochen.
Samsung Display liefert die Panels für das Faltformat. Die komplette Fertigung liegt bei Foxconn, das den Prozess von der Neuprodukteinführung bis zur Massenproduktion steuert. Der DigiTimes-Bericht dokumentiert die letzten offenen Baustellen vor dem Launch.
Markteinordnung & Ausblick
Der Markt für faltbare Smartphones wächst laut Counterpoint Research 2026 um rund 21 bis 24 Prozent auf etwa 27,5 Millionen Einheiten weltweit. Apples Markteintritt wird als disruptiv bewertet: Etablierte Anbieter wie Samsung und Huawei sollen Anteile abgeben, während Apple mit einem prognostizierten Marktanteil von 25 Prozent sofort zum führenden Anbieter aufsteigt. Der Treiber ist die wachsende Nachfrage nach großen Displays für KI-gestützte Arbeitsabläufe – Dokumente parallel bearbeiten, Texte zusammenfassen – die ein Faltformat besser bedient als ein klassisches Smartphone.
Das Apple-Event selbst wird von John Ternus geleitet, der die Präsentation als neuer CEO übernimmt. Neben dem iPhone Ultra stehen die iPhone-18-Pro-Modelle auf der Agenda; die Standard-Modelle werden auf Frühjahr 2027 verschoben. Die Preise der Premium-Modelle steigen deutlich.
Blick nach vorn: Apple hat die Entwicklung des iPhone Ultra 2 offiziell freigegeben. Das Nachfolgemodell soll voraussichtlich denselben Bildschirm wie das Erstmodell nutzen und im Herbst 2027 erscheinen. Ob sich die Air-Serie fortsetzt, hängt vom Erfolg des iPhone Air 2 ab, der für Frühjahr 2027 geplant ist. Dieser Bericht liefert die Details zur zweiten Generation.




Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Smartphone.

A20 Pro soll 18 Prozent schneller werden
Laut Zulieferer-Quellen soll der A20 Pro gegenüber dem A19 Pro 18 Prozent schneller und 30 Prozent energieeffizienter arbeiten.

iPhone Ultra kommt im September mit knappen Vorräten
Neue Weibo-Leaks bestätigen den September-Start des iPhone Ultra und warnen vor extrem knappen Anfangsvorräten. Der Name selbst steht nun infrage.

iPhone Ultra, HomePod 2 & App Store: KW 33
Apple plant ein faltbares iPhone und neue Home-Geräte. Parallel dazu eskaliert der App-Store-Streit vor Gericht.

Wird das iPhone 18 Pro am 14 September vorgestellt?
Das iPhone 18 Pro Event findet im September 2026 statt. Labor Day und der 9/11-Jahrestag erschweren die Terminplanung.

iPhone Ultra - startet das neue iPhone erst nur in den USA?
Apple stellt das faltbare iPhone Ultra im September vor, liefert es aber nicht sofort aus. Die iPhone Ultra-Verfügbarkeit startet gestaffelt mit den USA.

iPhone Ultra Frontkamera könnte in der Ecke sitzen
Ein neuer Leak deutet auf eine versetzte iPhone Ultra Frontkamera hin. Der Leaker Ice Universe selbst warnt jedoch vor einer Fehleinschätzung.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.