Weniger Leistung wegen zu altem Akku: Erste Sammelklage gegen Apple in den USA
Vor zwei Tagen haben wir über die Meldung des Geekbench-Gründers John Poole berichtet in welcher er anhand von Messergebnissen aufzeigt, dass Apple bei iPhones mit einem leistungsschwachen Akku über geheime Funktionen in iOS die Performance drosselt. Waren es am Anfang nur Vermutungen, hat Apple die Vorwürfe mittlerweile bestätigt.
Als Folge des Eingeständnisses wird Apple nun von fünf Nutzern laut der Chicago Sun Times zur Verantwortung gezogen: Die Kunden fühlen sich von der Praxis Apple's getäuscht und reichen eine Klage ein. Um angeblichen Datenverlust vorzubeugen, drosselt Apple über eine geheime Funktion in iOS bei iPhones mit einem schwachen Akku ungefragt die Leistung. Diesem Prozedere kann man weder zustimmen noch kann man es deaktivieren.
Die Kläger fühlen sich betrogen und werfen Apple bewusst eingesetzte Obsoleszenz vor, denn da ihre iPhones immer langsamer wurden kauften sie kurzerhand ein aktuelleres Neugerät in dem Glauben, ihr Gerät sei für das aktuelle iOS einfach zu alt. In Chicago haben die fünf Apple-Kunden einen Tag nach der Bestätigung des Sachverhalts seitens Apple eine Sammelklage wegen trügerischen, unmoralischen und unethnischen Praktiken eingereicht. Betroffen waren dabei Geräte vom iPhone 5 bis hin zum iPhone 7. Die Ankläger gehen sogar noch weiter und behaupten, Apple möchte ältere Smartphones absichtlich langsamer machen um mehr Neugeräte zu verkaufen.
Wie das Verfahren ausgehen wird ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Wir halten euch über die Entwicklungen hier in den Smartphone News auf dem Laufenden.
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