Das MacBook Neo verkauft sich viel besser als gedacht. Apple hat nun einem Bericht zufolge eine weitere Charge an A18 Pro Chips bei TSMC bestellt und ist nun in der Bredouille, da die Kosten steigen.
Foto-Credits: Apple
Ursprünglich ging man in der Führungsetage von Apple davon aus, dass sich das neue MacBook Neo ungefähr fünf bis sechs Millionen Mal verkauft. Demzufolge hat man auch entsprechende Stückzahlen des A18 Pro Chips bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) bestellt.
Mittlerweile muss man bei Bestellungen im Online Store des iPhone-Herstellers aber mehrere Wochen auf sein neues MacBook Neo warten. Das liegt daran, dass die Auftragsfertiger Quanta und Foxconn nicht mit der Montage hinterherkommen. Und wie gesagt, werden jetzt noch dazu die Prozessoren knapp.
A18 Pro aus „Chip-Binning“
Wie der in Taiwan ansässige und ehemalige Bloomber-Redakteur Tim Culpan von seinen Quellen erfahren haben will, hat Apple mittlerweile noch mindestens vier Millionen Einheiten des A18 Pro bei TSMC bestellt. Doch da gibt es jetzt ein Problem, denn der Prozessor, der bisher im MacBook Neo verbaut wird, stammt aus der Produktion des iPhone 16 Pro und Pro Max von vor zwei Jahren.
Dabei handelt es sich um Prozessoren mit einem defekten Grafik-Kern. In der Branche nennt man das Ganze „Chip-Binning“: Anstatt Module mit einem defekten Kern zu entsorgen, werden sie anderweitig eingesetzt. So auch im Fall des MacBook Neo, das bis jetzt ausschließlich mit den „defekten“ Chips aus der Produktion des iPhone 16 Pro (Max) ausgerüstet wurde.
Apple muss gegensteuern
Culpan schreibt, dass Apple im Mai den A18 Pro bei TSMC nachbestellt hat. Doch der taiwanische Halbleiterhersteller hat keine Binned-Chips mehr auf Lager, weshalb jetzt für das MacBook Neo voll bestückte Prozessoren mit jeweils sechs CPU- und GPU-Kernen ausgeliefert werden. Das bedeutet, dass Apple diese deutlich teurer einkaufen muss, was dazu führt, dass eigentlich auch der Preis des MacBook Neo steigen müsste.
Apple hat jetzt zwei Optionen, die derzeit diskutiert werden: Entweder man streicht die günstige Einstiegskonfiguration mit 256 GB Speicher und bietet nur noch das Modell mit 512 GB und Touch ID an oder man bringt neue Farbvarianten ins Spiel, um den höheren Preis zu rechtfertigen. Wie sich Apple in diesem Punkt entscheidet, kann man im Moment noch nicht sagen.
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