Produktion im 3nm-Verfahren stockt: Der A16 des iPhone 14 wird voraussichtlich noch in 5nm gefertigt

Smartphone
Stefan

Im iPhone 14 wird aller Voraussicht nach wieder ein A-Chip seinen Dienst verrichten, der im 5nm-Verfahren gefertigt wurde. Die Umstellung auf 3nm bereitet dem Apple-Zulieferer TSMC aktuell massive Probleme.

Produktion im 3nm-Verfahren stockt: Der A16 des iPhone 14 wird voraussichtlich noch in 5nm gefertigt

Seit vielen Jahren werden die Prozessoren für das iPhone und das iPad von der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) gefertigt. TSMC ist nach Intel und Samsung der weltweit drittgrößte Halbleiterhersteller und aktuell exklusiver Fertigungspartner der iPhone- und iPad-Chips. Auch der M1 sowie der M1 Pro und der M1 Max laufen ausschließlich bei TSMC vom Band.

Mit dem A14 stellte der Hersteller bei der Produktion auf die Strukturbreite von 5nm um. Während der A13 noch in 7nm hergestellt wurde, ist es beim A14 und A15 das 5-nm-FinFET-Verfahren.

3nm wohl erst 2023

Eigentlich war für den A16, der im iPhone 14 zum Einsatz kommen soll, der Sprung auf das 3nm-Fertigungsverfahren geplant. Je kleiner die Strukturgröße, desto mehr Transistoren passen auf den Chip. Die Anzahl steigt quadratisch mit fallender Strukturbreite, was sich bei jeder neuen Generation des A-Chips in Form von mehr Leistung und Energieeffizienz äußert.

The Information berichtet nun, dass TSMC das gesteckte Ziel von 3nm erst viel später als geplant erreichen wird. Bei der Produktion fällt im Moment noch zu viel Ausschuss an. Das Problem könne wohl nicht rechtzeitig gelöst werden, um zum Launch des iPhone 14 ausreichend Prozessoren zur Verfügung stellen zu können.

Die Folge?

Doch ist es ein großes Problem, das da auf Apple zukommt? Aus unserer Sicht nicht wirklich. Fakt ist, dass der A15-Prozessor zu den schnellsten Smartphone-Chips der Welt gehört. Auch wenn es für TSMC ein Novum ist, drei Jahre in Folge mit der gleichen Strukturbreite zu arbeiten, wird der Otto-Normalverbraucher mit einem 5nm-Chip im iPhone 14 keine Leistungseinbußen feststellen können.

Natürlich kann Apple dann die Zahl der im Vergleich zum Vorgänger neu hinzugekommenen Transistoren nicht ganz so hoch wie üblich bewerben. Wir sind uns aber sicher, dass Tim Cook während der iPhone-Keynote im nächsten Jahr auf die gewohnte Floskel "Der neue A-Chip ist der schnellste Prozessor, der jemals in einem iPhone verbaut wurde" nicht verzichten wird.

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