Apple kann dank Trumps Steuerreform milliardenschwere Barreserven nutzen
05.02.2018 20:10 Konstantin

Apple kann dank Trumps Steuerreform milliardenschwere Barreserven nutzen

Donald Trumps Steuerreform brachte gerade den großen Konzernen Steuererleichterungen ein. Der Charakter „Amerika First“ lässt sich auch hier unschwer erkennen.
In den Vereinigten Staaten wurden seit langer Zeit hohe Steuern, für die Heimholung von im Ausland erwirtschafteten Gewinnen erhoben. Mit der Praxis, Repatriierung hoch zu besteuern, ist dank Präsident Trumps Steuerreform Schluss. Die Reserven in Übersee stiegen in den letzten Jahren rasant an. Dies mag unter anderem an den guten steuerlichen Bedingungen liegen, die Apple im Ausland nutzt. So zum Beispiel Apples Standort in Irland. Insgesamt belaufen sich Apples Reserven im Ausland auf ca. 250 Milliarden US-Dollar. Apples CFO Luca Maestri gab bekannt, dass man plane, 245 Milliarden US-Dollar zurück in die USA zu holen.

Was wird Apple mit dem Geld anstellen?

Das ist schwer zu sagen. Dank vorheriger Ankündigungen im Rahmen der Steuerreform ist sicher, dass Apple einen weiteren großen Campus und zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen wird. Auch die Mitarbeiter werden in Form eines Bonus profitieren. Ein weiterer Teil wird wohl auf die Investoren entfallen. Finanzchef Maestri merkte an, dass „üblicherweise“ Gewinne an die Investoren ausgezahlt werden und dieses Vorhaben von Seiten Apples beibehalten wird. Ebenfalls könnten größere Aktienrückkäufe stattfinden, wobei dies spekulativ zu bewerten ist. Apple finanzierte sich in den USA gezwungenermaßen durch Fremdkapital, da die Aufnahme von Schuldscheinen günstiger als die Repatriierung der Auslandsreserven war. Der Betrag der Schulden beläuft sich auf ca. 120 Milliarden US-Dollar, was in etwa der Hälfte der Reserven entspricht.

Apple hielt sich im Vergleich zur Branche mit Firmenkäufen zurück. Lediglich der Kauf von Beats Electronics im Jahr 2014 und Shazam im Jahr 2017 gehen auf Apples Konto. Da Apple jetzt über große Mittel verfügt, ist es denkbar, dass das Unternehmen aus dem Silicon Valley in Firmenkäufe investieren wird oder sich nach potentiellen Unternehmen umsieht.


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