Linux auf dem M1: Kernel wurde bereits für den M1-Support angepasst

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Entwickler haben bei der nativen Unterstützung von Linux auf dem M1 zuletzt große Fortschritte gemacht. Grundlegende Funktionen werden bereits unterstützt und in die nächste Version des Linux-Kernels 5.13 integriert. 

Linux auf dem M1: Kernel wurde bereits für den M1-Support angepasst

Bislang läuft noch kein anderes Betriebssystem nativ auf dem M1, mit Ausnahme von macOS selbst. Unter Linux wurden nun große Fortschritte gemacht, um dies zu ändern. Die Webseite Phoronix berichtet, dass die M1-Unterstützung bereits in den Linux-Kernel integriert wurde und mit dem nächsten großen Kernel-Update auf 5.13 kommen wird. Allerdings wird es sich noch nicht um eine volle Unterstützung handeln, sondern nur um eine minimalistische. Trotzdem ist der Support damit schon weiter, als gedacht.

M1-Support: Läuft Linux bald nativ auf Apples M1-Chip?

Bislang waren fast alle Projekte, die sich mit der nativen Unterstützung von Linux auf dem M1 beschäftigt haben, inoffiziell. Nun gibt es eine offizielle Initiative, die große Fortschritte gemacht hat: Ein großer Teil der Funktionen, die für das Funktionieren auf dem M1 benötigt werden, konnten dem Kernel unter Linux hinzugefügt werden. Genauer handelt es sich um die Kernel Version 5.13, die im Juni 2021 als stabile Version zum Download angeboten werden soll.

Mit der Version wird Linux allerdings noch nicht vollständig auf dem M1 laufen. Die Programmierung umfasst bislang nur die grundlegenden Funktionen, die voraussetzend dafür sind, dass alles andere funktioniert: „Diese anfängliche Apple-M1-Linux-Portierung bringt die UART-, Interrupt-, SMP- und DeviceTree-Bits mit, um grundlegende Funktionen zu bieten“, so Phoronix. „Es gibt auch einen SimpleFB-basierten Framebuffer, aber eine funktionierende 3D-/Videobeschleunigung zu bekommen, wird offensichtlich eine große Herausforderung sein.“ Der größte Teil der Arbeit fehlt noch. Der Hauptentwickler des Projektes Hector Martin selbst drückt via Twitter seine Freude für den hart erarbeiteten Erfolg aus, äußert aber, dass es sich erst um eine "grundlegende Einführung" handele. Bis zu einer Veröffentlichung, in dem der Code ein vollständiges Funktionieren gewährleiste, brauche man noch Zeit und ein gut ausgebautes Fundament, auf das sich hinterher alles stützen würde. 

Andere Projekte sind bezüglich der nativen Unterstützung schon etwas weiter und haben ebenfalls große Erfolge zu verbuchen. Das Corellium-Projekt kann zum Beispiel bereits jetzt offiziell getestet werden. Wann Linux vollständig auf dem M1 laufen wird, ist noch nicht abzusehen. Bei der Menge an Fortschritten, die die Entwickler machen, ist allerdings damit zu rechnen, dass es nicht mehr lange dauern kann. Emulationen versprechen bereits jetzt eine gute Performance und eine hohe Geschwindigkeit.

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