Kein Stand-alone-Produkt: Apples AR-Headset muss auf Rechenleistung vom iPhone, iPad oder Mac zugreifen
Zum AR-Headset von Apple sind neue Details bekannt geworden. Wie man schon länger vermutete, wird das Gerät nicht ohne ein iPhone, iPad oder einen Mac funktionieren. Dafür reicht die Rechenleistung des SoC noch nicht aus.

Schenkt man den Prognosen des Analysten Ming-Chi Kuo Glauben, kommt bis zum Ende des zweiten Quartals 2022 das erste AR-Headset von Apple auf den Markt. Kuo und andere Experten gehen schon länger davon aus, dass das Headset nicht als Stand-alone-Produkt fungiert.
Anders als die AR-Brille, die bis spätestens 2025 erscheinen soll, wird man für die vollständige Funktionalität des AR-Helms ein weiteres Gerät von Apple benötigen, das die notwendige Rechenleistung zur Verfügung stellt.
Koppeln ähnlich wie bei der Apple Watch
In der Redaktion von The Information (Paywall, via MacRumors) ist man nun offensichtlich an einige der technischen Details des Chipsatzes gelangt, der im AR-Headset angeblich Verwendung findet. Apple setzt demnach auf einen Custom-Chip, der wie der A14 Bionic im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt wird.
Die Hauptarbeit des SoC liegt dabei hauptsächlich darin, eine Verbindung zu einem iPhone, iPad oder einem Mac herzustellen und diese aufrechtzuerhalten sowie dem Komprimieren und Dekomprimieren von Video. Darüber hinaus kümmern sich zwei weitere Chips um das Energiemanagement.
Das bedeutet, man muss das AR-Headset auf jeden Fall mit einem der genannten Geräte koppeln, um alle Funktionen nutzen zu können. Anders als bei der Apple Watch findet nämlich laut The Information der große Teil der AR-Berechnungen nicht auf dem Headset statt.
Release erst in einem Jahr?
The Information schreibt, dass die Entwicklung der Prozessoren für das Headset abgeschlossen ist. Apple lässt das SoC von der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company produzieren. Die Massenfertigung des AR-Headsets könne aber frühestens in einem Jahr starten, was vor allem nicht näher genannten Problemen mit dem Bildsensor und dem Anzeigentreiber geschuldet sei. Der Launch würde sich weiter verzögern, wenn die Arbeiten am Gerät nicht rechtzeitig beendet werden.
Auf der Webseite Apple Track reiht sich The Information auf dem dritten Platz aller Leaker und Analysten ein, die Prognosen zu kommenden Applegeräten abgeben. Das Portal kann mit seinen Vorhersagen bisher eine Trefferquote von 90 Prozent für sich verbuchen. Kuo liegt bei Apple Track mit knapp 77 Prozent etwas weiter hinten.
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