WhatsApp: Erste Konsequenzen bei fehlender Bestätigung der Nutzungsbedingungen

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Hendrik

WhatsApp hat die erste und wahrscheinlich letzte Konsequenz für Nutzer kommuniziert, die den seit fast vier Monaten geltenden Nutzungsbedingungen nicht zugestimmt haben. Die meisten Betroffenen dürften diese Maßnahme jedoch verkraften.

WhatsApp: Erste Konsequenzen bei fehlender Bestätigung der Nutzungsbedingungen

Als das Tochterunternehmen zu Beginn diesen Jahres mit neuen Nutzungsbedingungen drohte, ging ein heller Aufschrei durch die Welt. Aufgrund massiver Kritik zog sich WhatsApp nach und nach aus der Affäre. Zum Schluss blieben neue Nutzungsbedingungen, die man als Verbraucher akzeptieren konnte oder eben nicht - die angedrohte Sperrung und Verbannung blieb letztendlich aus. 

WABetaInfo informiert nun darüber, dass die neuen Regeln zukünftig nur noch optional sein sollen und gibt außerdem Aufschluss darüber, was mit Nutzern passiert, die den neuen Bestimmungen nach wie vor nicht zustimmen. 

So sollen diejenigen unter den mittlerweile eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzern, die nach wie vor keine Zustimmung abgeben, nach dem bevorstehenden Update keinen Kontakt mehr zu WhatsApp-Businesskonten aufnehmen können. Angesichts der Tatsache, dass dem Kunden neben WhatsApp weitere jahrelang bewährte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme verbleiben, dürfte diese Konsequenz nur die Wenigsten tatsächlich treffen.

Rekordbußgeld in Irland

In der Zwischenzeit sorgt der Messenger-Dienst noch in einem weiteren Fall für Schlagzeilen: Die irische Datenschutzbehörde hat WhatsApp mit einem Bußgeld in Höhe von 225 Millionen belegt. Der Grund für das Bußgeld in Rekordhöhe ist ein Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). 

Damit wird ein im Jahr 2018 begonnenes Verfahren abgeschlossen. Anlass der Untersuchungen waren Vorwürfe, dass WhatsApp nicht transparent genug mit Informationen umgeht. Die irische Behörde hat nun genügend Beweise gesammelt, um dem Messenger unzureichende Transparenzarbeit bei der Bereitstellung von Informationen und deren Weiterverarbeitung zwischen WhatsApp und Facebook (und weiteren Tochterfirmen) nachzuweisen. 

In einer ersten Reaktion zeigte sich das Unternehmen nicht einverstanden mit der Entscheidung aus Irland und plant entsprechende Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. "Wir haben daran gearbeitet, sicherzustellen, dass die von uns bereitgestellten Informationen transparent und umfassend sind und werden dies auch weiterhin tun. Wir sind mit der heutigen Entscheidung in Bezug auf die Transparenz, die wir den Menschen im Jahr 2018 geboten haben, nicht einverstanden und die Strafen sind völlig unverhältnismäßig.", so ein Sprecher von WhatsApp.

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