Windows auf dem M1: Parallels Desktop ist jetzt auch für Computer mit dem M1 Chip verfügbar

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Julia

Die Virtualisierungssoftware Parallels Desktop ist jetzt auch für den M1 verfügbar. Linux und Windows können in der ARM Version virtualisiert werden. Softwareentwickler und Nutzer sprechen gleichermaßen von einer Leistungssteigerung im Gegensatz zur Nutzung der Software auf Intel Macs.

Windows auf dem M1: Parallels Desktop ist jetzt auch für Computer mit dem M1 Chip verfügbar

An einer nativen Nutzung von Windows und Linux wird seit dem Erscheinen des M1 gearbeitet. Bislang klappen nur Emulationen, und diese nur begrenzt. Mit der Anpassung von Parallels Desktop an den M1 könnte sich das ändern: Parallels Desktop virtualisiert Betriebssysteme zwar auch nur, dafür aber verlässlich und mit einigen Features. Das virtualisierte System wird dabei neben macOS gebootet. 

Native Unterstützung von Parallels Desktop auf dem M1: Diese Vorteile gibt es

Vor vier Tagen ist Version 16.5 von Parallels Desktop erschienen. Die Version bringt eine native Unterstützung des M1 Chips mit und kann sowohl Windows, als auch verschiedene Linux Distributionen virtualisieren. Dazu gehören Ubuntu 20.04, Kali Linux 2021.1, Debian 10.7 und Fedora Workstation 33-1.2. 

Die Entwickler von Parallels Desktop haben außerdem Vergleiche angestellt, in denen die Leistung und die Effizienz von Parallels Desktop auf dem M1 mit der Effizienz auf einem Intel MacBook verglichen wurde: Die Ergebnisse sprechen ganz klar für einen Mac mit M1 Chip und unterstreichen noch einmal seine Leistungsfähigkeit. Die Tests wurden allesamt mit Parallels Desktop 16.5 durchgeführt und lieferten folgende Ergebnisse:

  • Bis zu 250% weniger Energieverbrauch, verglichen mit einem MacBook Air von 2020 mit Intel-Chip. Es wird also 2,5 mal weniger Energie verbraucht.
  • Bis zu 60% bessere DirectX 11 Leistung, verglichen mit einem MacBook Pro mit Intel-Chip und Radeon Pro 555X GPU.
  • Bis zu 30% bessere Leistung bei der Nutzung von Windows 10, verglichen mit der Nutzung von Windows 10 innerhalb einer virtuellen Maschine auf einem MacBook Pro mit Intel Core i9-Prozessor.

Diese Angaben wurden allesamt von über 100.000 Testpersonen bestätigt: Die Nutzer durften das Preview von Parallels Desktop 16.5 testen und installierten Windows 10. Anschließend nutzten sie verschiedene Software unter Windows, unter anderem Microsoft Office, Microsoft Visual Studio, SQL Server, Microsoft PowerBL und Meta Trader. Aber auch Spiele wurden installiert, etwa Rocket League, Among Us, Roblox, The Elder Scrolls V: Skyrim, Sam & Max, Save the World und weitere. Das Feedback war größtenteils positiv: Die Nutzer lobten nicht nur die hohe Leistung, die erreicht werden konnte, sondern auch die Umsetzung der Version von Parallels Desktop.

Implementierte Funktionen

Neben der Vitalisierung von Betriebssystemen hat Parallels Desktop weitere nützliche Funktionen:

  • Kein Neustart zum Wechseln nötig: Im Gegensatz zu Parallelinstallationen muss der Computer nicht neu gestartet werden, um ein anderes Betriebssystem zu booten. Durch die Virtualisierung können die Systeme ungestört nebeneinander laufen. Software kann ausgeführt werden, als würde sie nativ unter macOS laufen.
  • Freigabe von Ordnern: Zwischen den Ordnern des virtualisierten Systems und des nativ laufenden Systems (macOS) können Ordnerfreigaben erstellt werden, sodass die gemeinsame Nutzung beider Systeme der selben Ordner möglich ist.
  • Nutzung der Touch Bar: Bei einer direkten Installation von Windows ist die Nutzung der Touchbar nicht inbegriffen. Parallels Desktop erlaubt die Nutzung, sodass Shortcuts festgelegt werden können.
  • Tastaturlayouts: Tastaturlayouts können individuell angepasst werden.

Neben den hier vorgestellten Funktionen gibt es noch viele weitere zu entdecken. Außerdem arbeiten die Entwickler stetig an der Implementierung neuer Funktionen.

Preise und Verfügbarkeit

Parallels Desktop kann in einem Einmalkauf oder als jährliches Aboment erworben werden. Ein Einmalkauf kostet 99€. Er hat jedoch den Nachteil, dass nur die aktuelle Version gekauft wird und Upgrades nicht möglich sind. Ein Abo kostet 79€ pro Jahr, inbegriffen sind 8 Gigabyte RAM und 32 CPUs, sowie die Berichtigung für neue Upgrades. Wer mehr RAM und CPU benötigt, zahlt 99,99€ im Jahr. Upgrades eines Einmalkaufes können für 49,99€ erworben werden. Studenten zahlen für ein jährliches Abo weniger, nämlich 39,99€. Parallels Desktop läuft sowohl auf Macs mit Intel Core, als auch auf Macs mit M1. Die Software könnt ihr hier erwerben.

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