Wegen Chipmangel: Apple drosselt Produktion des iPhone 13 (Pro)

Smartphone
Stefan

Jetzt hat es auch Apple getroffen: Cupertino kann in diesem Jahr weniger Stückzahlen des iPhone 13 liefern als angenommen. Die Rede ist von 10 Millionen Einheiten, die bis Ende Dezember weniger vom Band laufen.

Wegen Chipmangel: Apple drosselt Produktion des iPhone 13 (Pro)

Der Mangel an Komponenten macht Herstellern elektronischer Geräte rund um den Globus zu schaffen. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde im Frühjahr die Produktion von u. a. Prozessoren drastisch gesenkt. Die Nachfrage nach Smartphones und Co ist zwar mittlerweile wieder gestiegen, die Halbleiterunternehmen kommen mit der Fertigung jedoch nicht hinterher.

Apple steht in solchen Situationen eigentlich immer gut da. Da der Konzern im Vergleich zur Android-Konkurrenz immer recht hohe Chargen an Chips bestellt und so über eine ebenso hohe Kaufkraft verfügt, kann sich der iPhone-Hersteller immer recht gute Konditionen bei seinen Auftragsfertigern sichern. So auch im Fall des A15-Prozessors für das iPhone 13 und das iPad mini 6, der exklusiv von der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) produziert wird.

Es fehlen Displays sowie Wi-Fi- & Bluetooth-Chips

Neben den Prozessoren von TSMC bezieht Apple wichtige Kernkomponenten von anderen Herstellern. Die Displays des iPhone 13 kommen zum Beispiel von Texas Instruments. Chips die für die drahtlose Kommunikation zuständig sind, also das WLAN- und das Bluetooth-Modul, kauft Apple bei Broadcom ein.

Texas Instruments und Broadcom kommen mit der Produktion nicht mehr hinterher. Das hat Folgen für das iPhone 13. Wie Bloomberg von Quellen, die bei Apple "mit der Situation vertraut sind", erfahren hat, wurde die Produktion der aktuellen iPhone-Flaggschiffe gedrosselt. Zum Jahresende wollte Apple eigentlich 90 Millionen Stück der vier iPhone-13-Modelle ausliefern.

Laut Bloomberg führte die Chip-Knappheit aber dazu, dass der Output auf 80 Millionen Einheit gesenkt wurde. Ironischerweise stellt Broadcom die Bauteile für Apple nicht selbst her, sondern lässt diese bei TSMC fertigen, wo die Produktion des A15 im Moment aber nicht von Engpässen bedroht ist.

Längere Lieferzeiten, keine Besserung in Sicht

Nachdem der Aktienkurs nach Veröffentlichung der Bloomberg-Meldung um knapp zwei Prozent gesunken ist, musste der Konzern auch die Lieferzeiten für neue Bestellungen anpassen. Wer heute beispielsweise ein iPhone 13 Pro oder Pro Max bestellt, wird bis spätestens Ende November beliefert. Bei den beiden günstigeren iPhone 13 liegt der Liefertermin derzeit bei Ende des Monats.

Ob sich die Lage auf dem Weltmarkt im neuen Jahr ändert, ist ungewiss.

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