iPhone, MacBook und Co reparieren: Index soll zeigen, wie gut das machbar ist

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Julia

Apple hat einen Reperaturindex seiner Geräte in Frankreich veröffentlicht. Das nüchterne Ergebnis: Keines der Geräte erreicht einen Score, der ihm eine gute Reparierbarkeit bescheinigt. Frankreich möchte zugunsten des Klimaschutzes erreichen, dass Geräte öfter repariert werden können, da nicht immer ein sofortiger Neukauf von Nöten ist.

iPhone, MacBook und Co reparieren: Index soll zeigen, wie gut das machbar ist

Ein neu erlassenes Gesetz in Frankreich verpflichtet Firmen wie Apple dazu, den Reperaturindex ihrer Geräte zu veröffentlichen. Aus dem Index soll man dann ablesen können, wie gut sich die Geräte reparieren lassen. Die Werte, die Apple angegeben hat, sind zwar optimistisch im Vergleich zu den angegebenen Werten von Institutionen wie iFixit, dennoch zeigen sie eine nur geringe Reperaturtauglichkeit von iPhones, iPads und Co.

Reparaturwerte für die Bekämpfung des Klimawandels: Apple schneidet schlecht ab

Oft ist es klimafreundlicher, Geräte zu reparieren, statt sie neu zu kaufen. Das hat auch Frankreich erkannt und deshalb ein Gesetz für Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit erlassen, das Firmen dazu verpflichten soll, die Reperaturtauglichkeit ihrer Geräte zu veröffentlichen. Die Hoffnung ist, dass die Kunden aus Klimagründen und Geldgründen dann eher Geräte wählen, die sich besser wieder reparieren lassen, und die Firmen nachziehen. Die Produktion eines einzigen MacBooks (Model von 2012) produziert Apple zufolge 540 Kilogramm Treibhausgase - zum Vergleich, der durchschnittliche Pro Kopf CO2-Ausstoß eines Deutschen Bürgers beträgt in etwa elf Tonnen. Das langfristige Ziel ist es, den Ausstoß drastisch zu senken und somit einer globalen Klimakatastrophe entgegen zu wirken. Frankreich folgt einer Initiative der EU.

Apple hat das Gesetz befolgt und in Frankreich einen Reperaturindex aller produzierten Geräte veröffentlicht. Die Indexskala reicht von 1 (leicht reparierbar) bis 10 (schwierig reparierbar). Kein Gerät von Apple erreicht den Highscore, stattdessen sind alle Geräte nur mäßig bis schwierig reparierbar. Alle Werte entsprechen bislang bekannten Einschätzungen, wie zum Beispiel den Werten von iFixit. Ganz unten auf der Liste finden sich das iPhone 11 und das iPhone 11 Pro. Beide Smartphones erreichen gerade mal einen Wert von 4,6. Sowohl das iPhone 11 Pro Max, als auch das iPhone XR schneiden leicht besser ab, liegen aber auch nur knapp über dem Wert von 5. Alle Versionen des aktuellen iPhone 12 erzielen exakt sechs Punkte. Am besten schlägt sich das iPhone 7: Es erreicht einen Wert von 6,7 Punkten. Doch auch beim iPhone 7 kann man noch nicht von einer guten Reparierbarkeit sprechen, sodass die meisten Kunden am besten nicht versuchen sollten, Schäden selbst zu beseitigen.

Auch bei den Mac-Modellen ist der Index nicht höher: Sowohl die M1-MacBooks, als auch das 16 Zoll MacBook Pro mit Intel Prozessor erreichen Werte von mindestens 5,6 und maximal 6,5 Punkten. 

Die Kriterien, die in die Berechnungen mit einfließen, sind das Vorhandensein von Dokumentationen zur Reparatur, Verfügbarkeit und Preis von Ersatzteilen, Verbauung der einzelnen Teile eines Gerätes und Verfügbarkeit aktueller Software-Updates. Tatsächlich liegt Apple mit den Werten seiner Geräte ungefähr im Durchschnitt: Auch andere Smartphones und Computer, insbesondere Laptops, lassen sich häufig nicht so leicht reparieren. Die genauen Indexwerte der Apple-Produkte findet ihr auf der französischen AppleStore-Seite.

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