Qualcomm möchte schnelleren Chip als den M1 Chip entwickeln: Hilfe kommt von ehemaligen Apple-Ingenieuren

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Julia

Das Unternehmen Qualcomm möchte es mit Apples M1 Chip aufnehmen und plant, etwas konkurrenzfähiges zu entwickeln. Dafür hat Qualcomm Hilfe von ehemaligen Apple Mitarbeitern, die es auf Umwegen ergattern konnte. Doch ein Plan B darf natürlich auch nicht fehlen.

Qualcomm möchte schnelleren Chip als den M1 Chip entwickeln: Hilfe kommt von ehemaligen Apple-Ingenieuren

Apples Umstellung von Intel auf die hauseigenen M1 Chips scheint den Markt nachhaltig bewegt zu haben. Seine Energieeffizienz, verbunden mit seiner Leistungsstärke, überzeugen nicht nur Kunden, sondern spornen auch fremde Unternehmen an, dem nachzueifern. Der Markt scheint regelrecht neu aufgeblüht. Denn Apple hat gezeigt, dass diese Chips in Zukunft sowohl die Intel-Konkurrenz, als auch AMD schlagen könnten. Das ganze geht so weit, dass Intel Angst vor Apple hat und dies durch Werbekampagnen klar zum Ausdruck bringt. Das Unternehmen Qualcomm hat sich hingegen das Ziel gesetzt, einen Chip zu entwickeln, der besser als der M1 Chip ist: Dabei helfen sollen ehemalige Apple-Mitarbeiter.

Wie Qualcomm den M1-Chip übertrumpfen möchte

Der M1-Chip ist inzwischen schon weit in der Apple-Welt angelangt. Die Macs und MacBooks werden Schritt für Schritt mit der neuen Architektur ausgestattet und auch die iPads profitieren nach und nach. Der neue Chip scheint besonders ein Unternehmen aus San Diego stark beeindruckt zu haben, nämlich Qualcomm. Viel mehr noch: Der CEO von Qualcomm, Christian Amon, plant, denn M1 Chip zu übertrumpfen oder es zumindest mit ihm aufzunehmen. Damit dies gelingt, hat das Unternehmen ehemalige hochrangige Apple-Ingenieure eingestellt, die über einen Umweg zugewandert sind. Denn Qualcomm hat die Mitarbeiter nicht einfach abgeworben. Vielmehr handelt es sich um Menschen, die Ende 2019 ihr eigenes Unternehmen gegründet haben. Denn Gerard Williams III, Manu Gulati und John Bruno, so heißen die drei, hatten die Vision, selbst schnelle und effiziente Prozessoren für Datenverarbeitungscenter zu entwerfen. Deshalb gründeten sie Nuvia. Das gefiel Apple überhaupt nicht. Das Unternehmen aus Silicon Valley verklagte zumindest Gerard Williams. Er habe Nuvia gegründet, obwohl er bei Apple noch einen gültigen Arbeitsvertrag besaß. Zudem versuchte er, andere Mitarbeiter abzuwerben. Beide Handlungen widersprachen aber den Regelungen, die in seinem Arbeitsvertrag festgelegt waren.

Das Unternehmen Nuvia überstand die Zeit und wurde zu Beginn diesen Jahres von Qualcomm gekauft. Die bezahlte Summe beträgt 1,4 Milliarden Dollar. Damit wurden automatisch die Mitarbeiter übernommen, von denen tatsächlich viele ehemals aus dem Hause Apples stammen. Es sind Ingenieure dabei, die zumindest die A-Reihe in- und auswendig kennen, welche vor allem in den iPhones und iPads verbaut sind. Doch genau dieses Wissen könnte Qualcomm helfen, die eigenen Chips maßgeblich zu verbessern und es eventuell sogar mit dem M1 aufnehmen zu können.

Allerdings ist der CEO Amon selbst noch nicht komplett überzeugt von seinem Plan. Dies äußerte er gegenüber Reuters. Man habe noch einen Plan B in der Tasche, falls man es mit Apple nicht direkt aufnehmen könne: In diesem Fall wolle man CPU-Designs von ARM direkt lizenzieren und damit Erfolge erzielen.

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