AirPods: Produktionsrückgang aufgrund geringerer Nachfrage?

Die erste Generation der AirPods aus dem Jahr 2016 revolutionierte das Kopfhörererlebnis auf der ganzen Welt. Die kabellosen Ohrstecker entwickelten sich schnell zum absoluten Verkaufsschlager und waren aus Fitnessstudios und dem Straßenbild schon bald nicht mehr wegzudenken. Auch finanziell sind die AirPods für Apple ein voller Erfolg. Die AirPods-Abteilung generiert einen Jahresumsatz von ca. 15 Milliarden Dollar. Damit liegt eine einzige Abteilung von Apple auf Platz 200 der umsatzstärksten amerikanischen Unternehmen.
Knapp viereinhalb Jahre nach Markteinführung fängt die Spitzenposition langsam an zu wackeln. Der Apple-Experte Ming-Chi Kuo prophezeite bereits im März ein schleppendes Verkaufsjahr für die Kopfhörer. Anhand der aktuellen Verkaufszahlen, könnte Kuo mit seiner Einschätzung mal wieder richtig liegen.
Apple fährt Produktion runter
Wieder einmal ist es die japanische Tageszeitung Nikkei Asia, die die Informationen über den Produktionsrückgang streut. Die Nachfrage nach AirPods sei so drastisch zurückgegangen, dass Apple mittlerweile 40 Prozent weniger Kopfhörer produzieren lässt. Die angestrebten Verkaufszahlen von 110 Millionen AirPods sind illusorisch und nicht mehr zu erreichen. Stattdessen könne sich Apple mit 85 Millionen verkauften Einheiten glücklich schätzen, so das Blatt. Welche AirPods vor allem betroffen sind, lässt das Bericht offen. Die sinkende Nachfrage dürfte jedoch vor allem die herkömmlichen Ohrstecker betreffen, da die Kunden hier bereits auf den Nachfolger warten. Die AirPods Max sind dagegen erst im Dezember des vergangenen Jahres erschienen.
Schaut man sich die Meinungen der Nutzer an, so scheint der Markt mittlerweile gesättigt zu sein. Zum einen sind die Kopfhörer nicht sonderlich preiswert und zum anderen drücken immer mehr Anbieter mit kostengünstigen Alternativen in den Markt. Gut möglich, dass Apple im dritten Quartal nochmal einen Aufschwung verzeichnen wird, wenn die AirPods der 3. Generation vorgestellt werden. An die anfänglichen Erfolge werden sie jedoch aller Voraussicht nach nicht wieder anknöpfen können.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple plant C2-Chip im iPhone 18 Pro: Qualcomm-Partnerschaft in Gefahr
Apple arbeitet daran, die langjährige Abhängigkeit von Qualcomm-Modems zu beenden. Aktuelle Aussagen von Qualcomm-Chef Steve Amon deuten darauf hin, dass das iPhone 18 Pro erstmals vollständig auf den hauseigenen C2-Chip setzen könnte.

iPhone 18 Pro: Diese Neuerungen kommen im September
Apple bricht mit dem langjährigen Veröffentlichungsrhythmus und kündigt tiefgreifende Hardware-Änderungen an. Vom verkleinerten Dynamic Island bis zum neuen 2-Nano-Chip und einer Kamera mit variabler Blende wartet das kommende Flaggschiff mit zahlreichen Innovationen auf.

OpenAI startet Hardware-Offensive mit Smart Speaker und Smartphone
Das KI-Unternehmen will erstmals eigene Geräte auf den Markt bringen. Ein intelligenter Lautsprecher und ein Mobiltelefon sollen dabei ab 2027 erscheinen.

MacBook Ultra: Samsung als einziger Display-Lieferant verteuert das Gerät
Apple setzt beim kommenden MacBook Ultra auf einen einzigen Display-Zulieferer. Die Monopolstellung von Samsung dürfte die Herstellkosten und damit den Endpreis deutlich in die Höhe treiben.

Apple Upgrade: Das neue Leasing-Programm für iPhone, Mac, iPad und Apple Watch
Apple hat in den USA ein neues Leasing-Programm gestartet. Apple Upgrade ersetzt das iPhone Upgrade Program und wird von Klarna unterstützt.

MacBooks 2027: Exklusiv Samsung OLED, entfernte Notch und M5-Chips
Apple ändert das Erscheinungsbild der MacBook-Pro-Linie erstmals seit 2021 grundlegend. Das neue Modell setzt auf OLED-Displays von Samsung, entfernt die Notch und verzögert den Marktstart wegen Speicherengpässen auf Anfang 2027.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.