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Apples HomeKit Secure Video - eine Erklärung und kompatible Kameras

Apples HomeKit Secure Video, hierzulande auch sicheres HomeKit-Video genannt, taucht seit letzter Zeit immer wieder auf den Kompatibilitätslisten von diversen Kameraherstellern auf. Wir erklären um was es sich genau handelt und wie man es benutzen kann.

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AppTickerTeam
12.01.20206 Min. Lesezeit
Apples HomeKit Secure Video - eine Erklärung und kompatible Kameras
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Smarthome und Videoüberwachung sind zwei Begriffe, welche in der heutigen Zeit sehr oft zu hören sind. Als Technikinteressierter kommt man sogar nicht mehr da dran vorbei, fast täglich tauchen in den News Meldungen über neue, smarte Geräte auf. Solche wie eine schaltbare Steckdose, Philips Hue Beleuchtung, Amazons Alexa und viele mehr.

Wer jedoch sein Zuhause per Smartphone, oder von Unterwegs bedienen möchte, der möchte im Idealfall auch sehen können, was Zuhause aktuell passiert. Entsprechend wächst auch der Markt für jede Art von Überwachungskameras. Einige davon sind nur lokal erreichbar und speichern die Videos auf die eingesteckte Speicherkarte, bei manchen versprechen die Hersteller jedoch jederzeitigen Zugriff von überall. Alles was benötigt wird, ist lediglich die Kamera und eine passende App von dem Hersteller auf dem eigenen Smartphone, so z.B. Amazon mit der neuen Blink XT2. Klingt bequem? Ja! Ist es auch sicher? Bedingt, bis je nach Hersteller gar nicht.

Jeder Kamerahersteller mit eigener Cloud-Anbidung und eigener App

Um den jederzeitigen Zugriff von Überall auf der Welt möglich zu machen, greifen die meisten Kamera-Hersteller auf eigene Cloud-Lösungen zu. Sehr oft sogar ohne den User darüber aufzuklären, bzw. generell einsehbar zu machen was und wann die Kamera in die Hersteller-Cloud überträgt, ob die Daten dort gespeichert werden und falls ja, wie lange. Ähnlich verhält es sich bei dem grundsätzlichen Schutz der übertragenen Daten. Sind die Aufnahmen für Dritte einsehbar? Wie gut ist die Cloud und auch die Kamera selbst gegen Hacker-Angriffe geschützt?

Was jedoch nicht weniger wichtig ist. Was passiert, wenn der Hersteller die Server, welche hinter der Cloud-Anbindung stehen abschaltet? Lassen sich die Kameras danach immer noch nutzen?

Vorteile von Apples HomeKit Secure Video

Mit dem HomeKit Secure Video hat Apple seit iOS 13 einen eigenen Standard geschaffen und den Kameraherstellern an die Hand gegeben. So muss nicht jeder Hersteller sich um die eigene Cloud-Anbindung kümmern, sondern kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Für den Abruf von Videos kann direkt die Home-App von iOS 13 verwendet werden.

Was sich jedoch hauptsächlich von den anderen Herstellern unterscheidet, ist wie die Videodaten verarbeitet und gespeichert werden und zwar im Bezug auf den Datenschutz.

Bei den meisten Kameraherstellern werden die Videos direkt von der Kamera aus in die Cloud geladen, dort verarbeitet und gespeichert. Im Klartext bedeutet dies, dass der Anbieter jederzeit Zugriff auf die Videos hat. Ob und wie oft dies getan wird lässt sich kaum einschätzen, die Möglichkeit wäre jedenfalls da.

Bei dem HomeKit Secure Video werden die Videodaten erst auf einem HomeKit-Hub des Nutzers, welches ein HomePod, oder ein iPad sein kann, verarbeitet und analysiert. Danach findet die Verschlüsselung der Daten statt und erst dann werden die verschlüsselten Videodaten in die iCloud übertragen. Entsprechend können diese nur von dem Besitzer geladen und wieder entschlüsselt werden. Sogar Apple selbst wäre nicht in der Lage die Videos einzusehen.

Voraussetzungen und Kosten für das HomeKit Secure Video

Als Voraussetzung für das HomeKit Secure Video führt Apple folgendes auf.

  • iPhone, iPad oder iPod touch mit iOS 13.2 oder neuer
  • Die auf deinem iOS-Gerät eingerichtete Home-App unter Verwendung der Apple-ID, die mit iCloud verwendet wird
  • Eine Steuerzentrale, die auf einem iPad, HomePod oder Apple TV eingerichtet ist
  • Mindestens eine Kamera für "Sicheres HomeKit-Video"
  • Ein unterstützter iCloud-Speicherplan

Wobei der letzte Punkt in dieser Liste, der iCloud-Speicherplan, lediglich bedingt benötigt wird. Möchte man die Videos nur auf das eigene Gerät streamen und dort speichern, so wird kein iCloud-Speicherplan benötigt. Für die Speicherung der Videos in der iCloud wird mindestens ein 200GB iCloud-Speicherplan für 2,99€ im Monat benötigt, damit lassen sich die Videos von einer einzigen Kamera bis zu 10 Tage speichern. Für 9,99€ ist der 2TB iCloud-Speicherplan erhältlich, damit lassen sich bis zu 5 Kameras mit je 10 Tagen Speicherdauer betreiben.

Als Vergleich - Googles Nest Aware mit 10 Tagen Speicherdauer wird mit 10 Euro pro Monat in Rechnung gestellt, jede weitere Kamera kostet 5 Euro zusätzlich. Auch Amazon liegt mit der Ring-Kamera auf einem ähnlichen hohen Preisniveau, eine Kamera kostet 3 Euro im Monat, eine unbegrenzte Anzahl an Geräten liegt bei 10 Euro im Monat.

Mit HomeKit Secure Video kompatible Kameras

Wie bereits erwähnt erscheinen seit neustem immer mehr neue Kameras, welche mit dem sicherem HomeKit-Video kompatibel sind. Dabei wäre grundsätzlich zu unterscheiden zwischen Kameras, welche eigenständig funktionieren, wie z.B. die Netatmo-Kamera, oder solche, welche für den Betrieb eine Basisstation benötigen, wie z.B. die Arlo-Kameras.

Nachfolgend eine Auflistung von derzeit kompatiblen und in Deutschland erhältlichen Kameras.

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