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Apple veröffentlicht aktuellen Transparenzbericht

Apple hat seinen Transparenzbericht für den Zeitraum Januar bis Juni 2020 veröffentlicht. Während die Geräteanfragen gesunken sind, stiegen die Kontoanfragen und die Aufforderungen zur Kontobewahrung. Anträge auf Entfernung von Anwendungen aus dem App Store sind hingegen rückläufig.

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AppTickerTeam
09.04.20213 Min. Lesezeit
Apple veröffentlicht aktuellen Transparenzbericht
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Auf der Homepage von Apple ist nun der Transparenzbericht der ersten Jahreshälfte von 2020 zu lesen. Wie gewohnt, lassen sich die Zahlen nach Ländern filtern. Mit dem Bericht möchte Apple für Transparenz gegenüber seinen Kunden sorgen und gleichzeitig klarstellen, dass Anfragen zu persönlichen Nutzerdaten nur mit einem berechtigten Interesse herausgeben werden. Apple ist im Umgang mit Kundendaten zurückhaltend und verfolgt dahingehend eine klare Linie:

"Unsere Rechtsabteilung prüft jede Anfrage und stellt sicher, dass ihr ein rechtlich zugelassenes Verfahren zugrunde liegt. Wenn das so ist, geben wir die Daten heraus, die für die Anfrage relevant sind. Liegt einer Anfrage kein rechtlich zugelassenes Verfahren zugrunde oder stufen wir sie als uneindeutig, unangemessen oder zu breit gefasst ein, fechten wir die Anfrage an oder weisen sie ab. [...] Apple hat niemals eine Hintertür oder einen Generalschlüssel für irgendeines unserer Produkte oder einen unserer Dienste erstellt. Wir haben auch noch nie einer Regierungsbehörde direkten Zugriff auf die Apple Server gegeben. Und wir werden das auch nie tun."

Weniger Geräte- und mehr Kontoanfragen

Im Transparenzbericht werden die Anfragen 9 verschiedenen Kategorien zugeordnet. Die Anzahl der Geräteanfragen ist im Vergleich zum Jahr 2019 von 31778 (171 368 Apple Geräte) auf 28276 (195 577) gesunken. Die Beantwortungsquote ist mit 80 % stabil geblieben (2019: 82 %). Geräteanfragen werden in den häufigsten Fällen von Strafverfolgungsbehörden aufgrund von Diebstahl- oder Betrugsfällen gestellt. 

Im Vergleich zu den Geräteanfragen sind die Auskunftsersuchen zu Konten der Nutzer gestiegen. Bei einer Kontoanfrage sind die Behörden auf der Suche nach persönlichen Informationen zur hinterlegten Apple ID, wie dem Namen oder der Adresse. Kontoanfragen können ebenfalls darauf auf sein, Daten, wie Fotos, E-Mails oder Kontakte zu erhalten. In den meisten Fällen verbirgt sich hinter einer Kontoanfrage ein laufendes Betrugsverfahren, weil der Account missbräuchlich verwendet wurde.

Bei einer Anfrage zur Kontobewahrung wird Apple aufgefordert eine Kopie von Kontodaten aufzubewahren, die eventuell zu einem späteren Zeitpunkt für ein laufendes Gerichtsverfahren von Bedeutung sein könnten. Auch in dieser Kategorie sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 

Deutschland an der Spitze

Deutschland konnte seinen ersten Platz aus dem Vorjahresbericht erfolgreich verteidigen. Mit 13021 Geräteanfragen ist Deutschland einsame Spitze. Die USA folgen auf dem zweiten Platz mit gerade mal 4641 Geräteanfragen. 

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