Apple zwingt WordPress, In-App Kauf-Menü hinzuzufügen, obwohl keine Käufe existieren

Apps
Yannick

Ein Zwang, Services zu verkaufen die es so gar nicht gibt? Ein solcher Fall lässt sich zurzeit zwischen Apple und WordPress finden. Durch ein mögliches Missverständnis oder eine missachtete Richtlinie muss Entwickler Matt Mullenweg nun ein In-App Menü hinzufügen - ohne In-App Käufe.

Apple zwingt WordPress, In-App Kauf-Menü hinzuzufügen, obwohl keine Käufe existieren

Es ist fast schon skurril, wie sehr sich Apple trotz Hagel von allen Seiten auf die Richtlinien des eigenen App Stores beruft. Nachdem vor rund einer Woche Fortnite aus dem App Store (und dem Google Play Store) rechtmäßig entfernt worden ist, da Epic Games die eigene Währung über ein Menü verkaufte welches nicht über den App Store lief, weitet sich diese Regelung nun strikter aus denn je zuvor. Nicht nur Apps mit In-App Käufen sollen so jene über den Apple App Store anbieten (und dabei 30% an Einkommen mit jedem Kauf an Apple abgeben), sondern auch Apps welche nicht einmal In-App Käufe anbieten, könnten nun zu dieser Bedingung gezwungen werden. Der konkrete Fall über den nun heiß diskutiert wird, ist WordPress, und wie jene von Apple dazu gebracht wird, ein Menü für In-App Käufe zu installieren.

WordPress gilt als eine der wichtigsten und erfolgreichsten Online-Tools, um eigene Webseiten zu bauen und gestalten. WordPress bietet hirezu verschiedene Level an Komplexität in Sachen Motive, Gestaltung, Plug-Ins etc. an, allerdings nur über die Desktop-Version. Die gestellte App kann keine Verträge mit dem Nutzer über eine neue Webseite abschließen, sondern nur über eine kostenlose, von WordPress gestellte Webseite verfügen - ergo hat die App null Monetarisierungsaspekte. Trotzdem ist es zurzeit unmöglich für die Entwickler, Updates auf dem App Store bereit zu stellen, ohne dabei das Menü zunächst ergänzen zu müssen. Gründer von WordPress Matt Mullenweg hat sich zu diesem Problem öffentlich auf Twitter bekundet, welcher sich als mehr verwirrt und lösungsorientiert als hämisch oder enttäuscht zeigte. Zunächst fragte jener offen nach einer alternativen Lösung, aber als sich keine solche abbildete gab Mullenweg nach. Er zitierte so, dass er "ein großer Befürworter der Unantastbarkeit von Lizenzen" ist, und "[das Entwickler-Team] zu der Lizenz einstimmte [...] und jene weiter mit allen Regeln befolgen wird".

Ein von einem Twitter-Nutzer genannter Punkt, der die Lage erklären könnte, ist, dass die App ein In-App Menü braucht da außerhalb der App trotzdem ein kostenpflichtiger Plan für die selbe Plattform angeboten wird, auf der auch die App funktioniert. Dies ist zwar eine etwas wackelige Erklärung, allerdings macht sie im Kontext der Lage am meisten Sinn. Andererseits könnte dies auch ein simples Missverständnis zwischen Apple und WordPress sein - die andere Seite kam in der Lage bislang nicht zu Wort.

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