Telegram will den Weg der Videokonferenz-Apps einschlagen

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Yannick

Ein neuer Konkurrent betritt mit Facebook den Ring der Videokonferenz-Apps - und bald noch ein weiterer neuer.

Telegram will den Weg der Videokonferenz-Apps einschlagen

Es gibt zurzeit keine populärere Art von Apps als jene, die Videokonferenzen zwischen Firmen und Familien möglich machen. Google Hangouts, Skype und vor allem das unter Beschuss gefallene Zoom zählen unter den wichtigsten Namen in dieser Branche, und Workaholic-Gebiete wie Silicon Valley sprechen von einer zwischen 700% und 2000%-igen Erhöhung an Benutzung von Zoom für den Arbeitsplatz. Jedoch entsteht nun durch die offen gelegten Sicherheitslücken von Zoom ein Vakuum an der Spitzenposition, welches die Konkurrenten mittels Updates und neuen Features als Gelegenheit wahrnehmen wollen - aber nicht nur bereits etablierte Konkurrenten, sondern bald auch Nachrichtendienst Telegram.

Telegram ist populär geworden, da es einen von Facebook unabhängigen Dienst anbietet, in Kontakt mit Freunden und Familie zu bleiben. Speziell bietet es das höchste Maß - und den internen höchsten Fokus - an Privatsphäre, was eine Nutzerzahl von mindestens 400 Millionen monatlichen Nutzern anlocken konnte. Als Facebook gestern die 'Messenger Rooms' Funktion ankündigte, welche Gruppenanrufe in ähnlicher Form wie FaceTime und Zoom bieten soll, reagierte Telegram in einem Blog Post darauf in dem das Unternehmen ankündigte, sichere Gruppenanrufe später in 2020 mit Telegram verfügbar zu machen. Speziell betonte es, dass vergleichbare Dienste "entweder sicher oder benutzbar sind, allerdings nie beides". Telegram möchte dies ändern, und einen sicheren, benutzbaren Service anbieten - das könnte jedoch noch etwas dauern, und so fügt das Unternehmen hinzu dass die Nutzer die ersten sein werden die wissen wann es erscheint, also sollen keine weiteren Fragen dazu gestellt werden. 

Diese Ankündigung ist nur ein Teil des Updates, die Telegram gestern veröffentlicht hat. Eine bessere Variante der kürzlich hinzugefügten Quiz Modi, eine Bibliothek an versendbaren Stickern, ein überarbeitetes Menü für Anhänge in der Android Version, schnelle Übertragung von Dateien und ein Fotobearbeitungsmodus für die macOS Version und sogar virtuelle Darts sind nun für Nutzer verfügbar. Der plötzliche Anstieg an neuen Features in Apps wie Telegram und Skype ist sicher kein Zufall, und da Zoom noch mindestens eine Woche mit extensivem Fokus auf die eigene Sicherheit beschäftigt ist, bietet sich dieser Zeitraum mehr denn je an um neue Nutzer anzulocken.

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