5GE-Netz: Zweite Beta von iOS 12.2 sorgt für Verwirrung bei AT&T-Kunden
Gestern Abend hat Apple die zweite Beta von iOS 12.2 für Entwickler veröffentlicht. Die Aktualisierung sorgte bei manchen Nutzern in den USA für ungläubige Gesichter, denn statt der LTE-Anzeige im Display wird dort nach dem Update ein 5GE-Symbol angezeigt.

Das mobile Betriebssystem iOS 12 geht in die nächste Runde. Am gestrigen Abend wurde von Apple die zweite Beta von iOS 12.2 für Entwickler zum Download freigegeben. Neben Neuerungen und Bugfixes staunten vereinzelte Tester nicht schlecht, als sich ihr iPhone nach dem Entsperren der SIM-Karte plötzlich im 5G-Netz anmeldete.
Statt der 4G- bzw. der LTE-Anzeige, zeigte sich bei Kunden des Mobilfunkanbieters AT&T in der Statusleiste am oberen Bildschirmrand neben den Balken für den Netzempfang ein 5G-Symbol mit einem kleingeschriebenen "E" am Ende. Da aktuelle iPhones nicht über ein 5G-Modem verfügen und es in den USA im Moment kein offenes 5G-Netz gibt, in das man sich als Kunde einwählen kann, sorgte die Anzeige für Verwirrung. In den sozialen Netzwerken häuften sich daraufhin Screenshots von Kunden, deren iPhones sich in das vermeintliche 5G-Netz eingewählt hatten.


Dank einer Nachfrage bei AT&T klärte sich der Vorgang schließlich auf: Mit der zweiten Beta von iOS 12.2 haben amerikanische Kunden des Providers Zugriff auf das verbesserte 4G-Netz, das AT&T aus Marketinggründen "5GE" genannt hat. "5GE" steht dabei für "5G Evolution" und hat nichts mit der geplanten 5G-Infrastruktur zu tun.
Vielmehr handelt es sich bei 5GE um das normale 4G-Netz, das allerdings Geschwindigkeiten von bis zu 400 MBit/s liefert. AT&T gab darüber hinaus an, wenn bei Kunden das 5GE-Symbol im Display zu sehen ist, befinden sie sich in einem Gebiet, in dem der echte 5G-Ausbau weit fortgeschritten ist und das pünktlich zum Start mit dem 5G-Signal versorgt wird.
Weitere Neuerungen der zweiten Beta von iOS 12.2
Neben der Anzeige für 5GE, die AT&T auch bei einigen Android-Smartphones aktiviert hat, bietet iOS 12.2 weitere Neuerungen. So stehen Besitzern eines iPhones mit Face ID vier neue Animojis zur Verfügung. Apple erweitert das Angebot der interaktiven Emojis um eine Giraffe, ein Wildschwein, einen Hai und eine Eule.
Mit iOS 12.2 wird außerdem der Zugriff von Webseiten auf die interne Hardware beschränkt. Nach dem Update auf die neue Version ist es Webseitenbetreibern nicht mehr möglich, den Status des Gyroskops und des Beschleunigungssensors auszulesen. Diese Informationen wurden von vielen Anbietern gerne genutzt, um spezielle Funktionen auf der eigenen Webseite zu steuern. Mit den so gewonnenen Daten lässt sich aber auch problemlos ein digitaler Fingerabdruck erstellen, der für Werbezwecke genutzt werden kann. Das Update auf iOS 12.2 erlaubt es, die Sensoren dann über die Einstellungen an- und abschalten.
Falls ihr Interesse habt, Software von Apple vor dem offiziellen Release auszuprobieren müsst ihr euch lediglich beim Apple Beta Software-Programm anmelden. DIe Teilnahme ist kostenlos und erfordert nur einen Account, den ihr auf der entsprechenden Webseite anlegen könnt.
Apple wird die finale Version von iOS 12.2 aller Voraussicht nach im März zum Download freigeben. Dies wäre auch im Rahmen eines Events möglich, bei dem Apple neue Hardware vorstellen könnte. Für das erste Halbjahr 2019 rechnen wir mit der Präsentation eines neuen iPad mini sowie eines neuen Einsteiger-iPads mit zehn Zoll Bildschirmdiagonale.
Passend zum Thema:
- Apple veröffentlicht erste Beta von iOS 12.2 mit Siri-Support für AirPods-2-Kopfhörer
- Beta von iOS 12.2 liefert Hinweise auf neue iPads & iPod touch der 7. Generation
- Zulieferer sprechen von iPad mini 5 & neuem Einsteiger-iPad in 2019
- Schnellere Downloads, weniger Datenvolumen: iOS 12.2 & Swift 5 sorgen für geringere Dateigrößen von vielen Apps




Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus iOS.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.