Apple könnte schon ab 2020 Macs mit eigenen ARM-Prozessoren ausstatten
Schon länger gibt es Berichte die voraussagen, Apple könnte sich in naher Zukunft von Intel lösen und seine Macs mit eigenen Prozessoren ausstatten. In der Redaktion von Axios ist man jetzt nach eigenen Angaben an die vertrauliche Info von Intel-Vertretern gelangt, dass es schon im nächsten Jahr so weit sein könnte.

Mit ungefähr fünf Prozent des Umsatzes gehört Apple zu den größeren Kunden von Intel. Nach den CPUs von Motorola und den PowerPC-Prozessoren von IBM setzt Apple jetzt seit knapp 13 Jahren auf Chips von Intel. Bereits im April letzten Jahres wurde bekannt, dass der iPhone-Hersteller die Partnerschaft mit Intel lösen und in seinen Macs eigene ARM-Prozessoren verbauen möchte. Diese Nachricht sorgte damals für einen Kursrutsch der Intel-Aktie von fast zehn Prozent.
Das Newsportal Axios hat jetzt einen Bericht veröffentlicht, der dies nun bestätigt. Angeblich hat man von Intel-Mitarbeitern in einem privaten Gespräch erfahren, dass der Prozessor-Wechsel bei Apple kurz bevorsteht und schon im nächsten Jahr umgesetzt werden soll.
Gestützt wird die Meldung von einem Bloombergartikel, über den wir letzten Mittwoch berichtet haben. Laut Bloomberg will Apple nächstes Jahr das sogenannte "Projekt Marzipan" starten, das es erlaubt, iOS-Apps auf dem Mac auszuführen und umgekehrt. Den Anfang sollen Apps für das iPad machen, ein Jahr später können dann iPhone-Apps in einem Zug auch für den Mac veröffentlicht werden, ohne diese neu schreiben zu müssen. Der Umstieg auf eine eigene Prozessorarchitektur beim Mac wäre dem Projekt zuträglich und würde das Vorhaben immens vereinfachen.
Wie leistungsfähig aktuelle ARM-CPUs von Apple sind, zeigt das iPad Pro. Apple wirbt damit, dass das iPad Pro der Leistung eines aktuellen Desktop-Rechners in nichts nachsteht und diesen sogar ersetzen kann. Der Umstieg auf eigene ARM-Prozessoren läuft Apple-intern schon längere Zeit und ist dort unter dem Projektnamen "Kalamata" bekannt.
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