Windows auf ARM-Macs: Ob es Bootcamp für "Apple Silicon" geben wird, hängt von Microsoft ab

Mac News
Stefan

Der M1-Chip in den neuen Macs macht vieles besser als die Vorgängermodelle, nur auf eine Windows-Installation müssen Nutzer aktuell noch verzichten. Ob es Windows jemals auf ein M1-System schafft, hängt von Microsoft ab.

Windows auf ARM-Macs: Ob es Bootcamp für

Das neue macOS 11 "Big Sur" unterscheidet sich bei der Installation auf einem Mac mit "Apple Silicon" in einem wesentlichen Punkt zu den älteren Apple-Systemen: Auf den ARM-Macs gibt es kein Boot Camp. Boot Camp ist Voraussetzung, um Windows auf einem Mac aufzuspielen. Käufer eines neuen MacBook Air, MacBook Pro oder des Mac mini mit M1-Chip können also Windows nicht installieren.

Wie Apples Senior Vice President für Software-Entwicklung Craig Federighi in einem Interview mitteilte, würde sich Apple nicht gegen eine Windows-Installation stellen. Vielmehr liegt der Ball nun bei Microsoft. Die Windows-Macher haben bereits ein ARM-Windows entwickelt und kommerziell im Einsatz - allerdings nur auf OEM-PC-Systemen. Für andere Einsatzzwecke weigert man sich in Redmond im Moment noch, die Lizenz freizugeben.

ARM-Windows noch nicht mit allen Features

Die ARM-Version von Windows 10 hat im Moment noch einige Einschränkungen. So gibt es beispielsweise noch nicht für alle erhältlichen Peripheriegeräte die notwendigen Treiber. Zudem funktionieren mit dem ARM-Windows nur 64-Bit (ARM64)-Apps, 32-Bit (ARM32)-Apps oder 32-Bit (x86)-Apps. Die meisten Programme liegen jedoch als 64-Bit (x64)-App vor und sind somit inkompatibel. Auch Antiviren-Software von Drittanbietern lässt sich derzeit noch nicht auf einem Computer mit ARM-Windows ausführen.

Wir sind gespannt, ob Microsoft irgendwann die Nutzung der ARM-Version von Windows 10 für Macs mit M1-Chip freigibt. Immerhin ist die Zahl derer, die zusätzlich zu macOS 11 Windows 10 installieren würden, nicht gering.

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