Intel stoppt 5G-Auktion: Ist Apple der exklusive Bieter?
Wie Anfang letzter Woche bekannt wurde, stellt Intel seine Patente zur Entwicklung von 5G-Hardware im Rahmen einer Auktion zum Verkauf. Intel hat diese Auktion jetzt aufgrund einer Kaufabsichtserklärung eines unbekannten Bieters gestoppt.

Letzten Montag haben wir berichtet, dass Intel 6000 Patente für die 3G-, 4G- und 5G-Technologie sowie 500 zugehörige Patentmeldungen aus der Halbleiter- und Elektronikindustrie im Rahmen einer Auktion zum Verkauf angeboten hat. Die Versteigerung, die das Auktionshaus Sullivan & Cromwell durchführte, wurde jetzt gestoppt.
Als Grund wird eine exklusive Kaufabsichtserklärung eines bisher unbekannten Bieters genannt. Während Intel sich in Bezug auf den Bieter in Schweigen hüllt, geht man bei IAM davon aus, dass es sich bei dem Käufer um Apple handeln könnte. Immerhin hatte man in Cupertino schon lange ein Auge auf Intels 5G-Modemproduktion geworfen, und im April gab es schon konkrete Gespräche über einen Verkauf.
Ein 5G-Modem im iPhone scheiterte bisher an den Deadlines, welche von Intel nie eingehalten wurden. So wird das 5G-Modem in zukünftigen iPhone-Generationen wohl aus den Werken von Qualcomm kommen. Nachdem sich Apple Mitte April mit dem Halbleiterhersteller geeinigt und alle Rechtsstreitigkeiten beendet hatte, kündigte Apple an, dass man umfassende Patentlizenzvereinbarungen und Lieferverträge für die nächsten Jahre ausgehandelt hat. Am selben Tag gab Intel das Ende seiner Entwicklung von 5G-Hardware bekannt.
Wenn es sich bei dem unbekannten Bieter tatsächlich um Apple handelt, würde es trotz der umfangreichen Patente noch eine geraume Zeit dauern, bis Apple die ersten eigenen 5G-Modems in seinen iPhones verbauen kann. Bis dahin wird man im iPhone wohl die Chips von Qualcomm vorfinden.
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